Starker Kampf im ungleichen Duell

Torhüterin Magdalena Riecken war für die 'Zweite' auch in Stade ein gewohnt sicherer Rückhalt, konnte die Niederlage jedoch nicht verhindern.
Handball
Montag, 10.10.2011 / 15:30 Uhr

Die ‚Zweite' hat ihr Oberliga-Spiel beim VfL Stade mit 28:31 verloren. Doch was sich wie die enttäuschende Schlappe bei einem zuvor punktlosen Team anhört, war in Wirklichkeit...

Die ‚Zweite' hat ihr Oberliga-Spiel beim VfL Stade 2 mit 28:31 verloren. Doch was sich wie die enttäuschende Schlappe bei einem zuvor punktlosen Team anhört, war in Wirklichkeit eine starke Leistung gegen einen eigentlich höherklassigen Gegner.

Denn der VfL, dessen zweite Mannschaft in den ersten Partien nicht oberligatauglich aufgetreten war und vier klare Niederlagen kassiert hatte, musste gegen die Grün-Weißen fast die gesamten 60 Minuten mit Stammspielerinnen der ersten Mannschaft (3. Liga) durchspielen, um die ersten Zähler einzufahren.

„Diese Vorgehensweise ist regelkonform und damit legitim", erwies sich Werder-Trainer Jörg Leyens als fairer Verlierer. „Dennoch sind wir sehr froh, bei uns in beiden Ligen über starke Mannschaften zu verfügen, so dass wir nicht dazu gezwungen sind, dass so viele Spielerinnen wie bei Stade in zwei Teams spielen." Denn dass die körperliche Belastung bei zwei Partien an einem Wochenende tatsächlich mitunter zu groß ist, zeigte sich am Tag darauf, als die erste Mannschaft des VfL Stade kraftlos und nahezu ohne Gegenwehr ihre Drittliga-Partie bei Abstiegskandidat HSG Hude/Falkenburg klar mit 15:24 verlor.

Überraschend kam das sicher nicht. Schließlich mussten die Staderinnen bereits gegen Werder an ihre Grenzen gehen, um das Duell für sich zu entscheiden. Denn die Grün-Weißen, die zudem noch ersatzgeschwächt (ohne Christin Meyer, Christina Tischer und Nora Meinke) in die Partie gingen, wehrten sich nach Kräften und lagen nach etwas mehr als 20 Minuten sogar mit 11:10 in Front. Zwar hielt diese Führung nur kurz, und zur Pause hatten die Gastgeberinnen ihrerseits ein 18:13 herausgeworfen. Doch auch von einer weiteren Dezimierung ließ sich der SVW nicht aus dem Konzept bringen.

Jantje Fastenau sah bereits kurz vor dem Pausenpfiff von den insgesamt überforderten Schiedsrichtern nach ihrer dritten Zeitstrafe die rote Karte, so dass Trainer Leyens im zweiten Durchgang nur noch wenig Wechselmöglichkeiten blieben. Dennoch hielt sich sein Team stets in ‚Schlagdistanz' und kam mit einer Energieleistung sogar noch einmal auf zwei Treffer heran, ohne jedoch gegen den individuell starken Gegner noch einmal das Ergebnis drehen zu können. „Kompliment an meine Mannschaft: Wir haben das Drittliga-Team des VfL Stade mehr ins Schwitzen gebracht, als ihnen offensichtlich lieb war", resümierte Leyens. „Mit dieser Leistung können wir optimistisch in die nächsten Spiele gehen."

Keine Frage: Ein fader Beigeschmack bleibt dennoch. Denn auch wenn man nicht so schnell mit dem Begriff der ‚Wettbewerbsverzerrung' bei der Hand sein sollte und jeder Verein das Recht hat, sein Potenzial so gut auszuschöpfen wie möglich - gerade den Spielerinnen des SV Werder ist es schwer zu vermitteln, warum sie gegen eine ganz andere Mannschaft antreten mussten als die meisten Ligakonkurrenten vor oder nach ihnen.

Für den SV Werder 2 spielten in Stade: Magdalena Riecken, Juliane Linse - Nina Lange (11/5), Merle Schlottmann (5/1), Jantje Fastenau (4), Julia Maas (3), Pia Möller (3), Jessica Bohlmann (1), Maj-Nele Kirsten (1), Alexandra Cortese, Azemina Curkic

Am Sonntag, 16.10.2011, um 17.00 Uhr empfängt die ‚Zweite' den VfL Oldenburg 3 in der Werder-Halle Hermine-Berthold-Straße.

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