Die richtige Antwort gibt's gleich im Doppelpack

Werders Handballerinnen ziehen in DHB-Pokal ein und landen Kantersieg gegen Neubrandenburg.
Handball
Montag, 14.02.2011 / 12:16 Uhr

Die Wiedergutmachung ist geglückt: Sechs Tage nach der enttäuschend schwachen Leistung bei der HSG Hude (21:22) gab es gestern Abend bei den Drittliga-Handballerinnen des SV Werder Bremen wieder strahlende und - noch wichtiger - zufriedene Gesichter. Nach der harschen Kritik von Trainer Radek Lewicki war die Mannschaft gefordert - und sie gab die richtige Antwort gleich im Doppelpack. Zunächst am Mittwoch im BHV-Pokalspiel gegen den Ligarivalen VfL Stade, wo man sich mit einem überzeugenden 34:24-Erfolg den Einzug in die erste DHB-Pokal-Hauptrunde sicherte.

Rehabilitation Teil zwei folgte schließlich gestern beim glatten 38:20 (26:9)-Sieg über den SV Fortuna Neubrandenburg. "Wir haben in dieser Woche gezeigt, dass wir es besser können", sagte Werders Torfrau Meike Anschütz. "Das war in dieser Phase sehr wichtig - für das Selbstvertrauen und auch für die Außendarstellung." Ein hohes Maß an taktischer Disziplin, mannschaftliche Geschlossenheit, großer Kampfgeist und Tempo, Tempo, Tempo - das waren die Trümpfe, die im Pokal gegen Stade stachen und den SVW auch gestern gegen Schlusslicht Neubrandenburg frühzeitig auf die Siegerstraße führten. In der ersten halben Stunde bot Werder den rund 150 begeisterten Zuschauern eine nahezu perfekte Handball-Demonstration.

Die Gastgeberinnen spielten rasant und fast fehlerfrei, agierten ungemein spritzig und beweglich. Bemerkenswert war dabei zum einen die gute Torausbeute, zum anderen der gute Blick für die besser postierte Nebenspielerin. Angetrieben von ihrer lautstarken Fangruppe auf dem hinteren Eck der Tribüne, setzte sich Werder über 8:2 und 14:3 (17.) bis zur Pause bereits auf sage und schreibe 26:9 ab. Herausragende Akteurinnen waren dabei die quirlige Julia Maas auf Linksaußen, Katrin Schatzer im Rückraum und insbesondere Torfrau Meike Anschütz, die dem Gast mit vielen tollen Paraden den Schneid abkaufte.

"Auf diese erste Halbzeit können wir weiter aufbauen", freute sich Lewicki und zeigte durchaus Verständnis für den Leistungsabfall in Hälfte zwei. "Da hat man gemerkt, dass das Stade-Spiel Kraft gekostet hat", sagte Anschütz. "Deshalb waren wir da nicht mehr so konzentriert." Was indes nur für den Abschluss galt. Denn das Tempo hielt der SVW weiter enorm hoch.

SV Werder Bremen: Anschütz, Riecken - Brdar (5/1), S. Wassrodt (3), Maas (5), Barnstorff (3), Schatzer (9/4), Otremba (5), N. Wassrodt (1), Neumann (3), Niemann (4)

Quelle: Kurier am Sonntag v. 13.02.2011

Von Frank Büter

 

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