Die Gastgeberinnen spielten rasant und fast fehlerfrei, agierten ungemein spritzig und beweglich. Bemerkenswert war dabei zum einen die gute Torausbeute, zum anderen der gute Blick für die besser postierte Nebenspielerin. Angetrieben von ihrer lautstarken Fangruppe auf dem hinteren Eck der Tribüne, setzte sich Werder über 8:2 und 14:3 (17.) bis zur Pause bereits auf sage und schreibe 26:9 ab. Herausragende Akteurinnen waren dabei die quirlige Julia Maas auf Linksaußen, Katrin Schatzer im Rückraum und insbesondere Torfrau Meike Anschütz, die dem Gast mit vielen tollen Paraden den Schneid abkaufte.
"Auf diese erste Halbzeit können wir weiter aufbauen", freute sich Lewicki und zeigte durchaus Verständnis für den Leistungsabfall in Hälfte zwei. "Da hat man gemerkt, dass das Stade-Spiel Kraft gekostet hat", sagte Anschütz. "Deshalb waren wir da nicht mehr so konzentriert." Was indes nur für den Abschluss galt. Denn das Tempo hielt der SVW weiter enorm hoch.
SV Werder Bremen: Anschütz, Riecken - Brdar (5/1), S. Wassrodt (3), Maas (5), Barnstorff (3), Schatzer (9/4), Otremba (5), N. Wassrodt (1), Neumann (3), Niemann (4)
Quelle: Kurier am Sonntag v. 13.02.2011
Von Frank Büter