Die 3. Liga Nord ist wieder spannend: Der SV Werder Bremen gewann das Spitzenspiel beim zuvor ungeschlagenen Tabellenführer TSG Wismar mit 23:21 (9:11) und verkürzte den Rückstand damit auf zwei Zähler.
Die 3. Liga Nord ist wieder spannend: Der SV Werder Bremen gewann das Spitzenspiel beim zuvor ungeschlagenen Tabellenführer TSG Wismar mit 23:21 (9:11) und verkürzte den Rückstand damit auf zwei Zähler.
Vor der Rekordkulisse von 1.100 Zuschauern musste Werder-Trainer Radek Lewicki dabei zunächst auf die an einem grippalen Infekt leidende Torjägerin Marilena Niemann verzichten, so dass den Grün-Weißen mit Rabea Neßlage, Jennifer Börsen und Leonie Schulte nur noch drei etatmäßige Rückraumspielerinnen zur Verfügung standen. Dazu kam die reaktivierte Danijela Kulacanin, die seit einigen Wochen dem Team hilft. Die ersten fünf Werder-Treffer (davon drei per Siebenmeter) gingen dann auch auf das Konto von Spielmacherin Rabea Neßlage, die ihr Team in der 15. Minute mit 5:4 in Führung brachte. Dennoch sahen sich die Gäste zur Pause einem 9:11-Rückstand gegenüber.
Auch im zweiten Durchgang lag die TSG Wismar zunächst vorn (13:11, 37. Minute), doch dann wurde die ohnehin starke Werder-Defensive mit der guten Charlotte Schumacher im Tor zunehmend zu einem nahezu unüberwindbaren Bollwerk. Im Angriff brachte Lewicki zudem für einige Minuten die angeschlagene Marilena Niemann und zog damit eine mitentscheidende Option. Bereits beim 16:15 (46.) durch Jennifer Börsen gingen die Grün-Weißen zum ersten Mal nach dem Seitenwechsel in Führung und bauten diese in der Folgezeit sogar aus. Marilena Niemann sorgte schließlich mit ihrem Treffer zum 22:19 dreieinhalb Minuten vor dem Ende für die Vorentscheidung. Rabea Neßlage machte wenig später mit ihrem Siebenmetertor zum 23:19 den Sack zu.
Für die TSG Wismar war es nicht nur die erste Niederlage dieser Saison. Das Team aus Mecklenburg-Vorpommern hatte in eigener Halle zuletzt vor elf Monaten eine Liga-Partie verloren. "Wir wussten, dass wir in diesem Spitzenspiel eine Chance haben, wollten mutig spielen und uns nicht verstecken", verriet Trainer Lewicki nach dem Handball-Krimi. "Die Mannschaft hat alle Vorgaben hervorragend umgesetzt und war zudem vor dieser großen Kulisse mental stark. Wie wir die Begegnung in der zweiten Halbzeit zu unseren Gunsten gedreht und den Sieg dann am Ende auch nach Hause gebracht haben, war beeindruckend."
Durch den Werder-Erfolg bleibt das Titelrennen in der 3. Liga Nord ein Dreikampf: Die Grün-Weißen (33:7 Zähler) haben dabei auf Rang zwei bereits ein Spiel mehr ausgetragen als Tabellenführer TSG Wismar (33:5) und der Dritte VfL Oldenburg 2 (32:6). Am kommenden Sonntag, 08.03.2015, geht es für den SV Werder erneut nach Mecklenburg-Vorpommern. Um 16.00 Uhr steht dann das Auswärtsspiel beim noch sieglosen Tabellenletzten SV Grün-Weiß Schwerin auf dem Programm.
Für den SV Werder spielten in Wismar: Meike Anschütz, Charlotte Schumacher - Rabea Neßlage (10/7), Jennifer Börsen (6), Nele Osterthun (3), Leonie Schulte (2), Joseffa Baumann (1), Marilena Niemann (1), Katrin Friedrich, Marie-Christin Kaiser, Danijela Kulacanin, Imke Nübel, Britta Neumann (n. e.), Julia-Marina Schnell (n. e.)
