3. Liga Nord: SV Werder siegt souverän

Gute Einstimmung auf das Spitzenspiel gegen Wismar: Die Grün-Weißen hatten beim 38:24-Erfolg in Vechta keine Probleme mit dem Aufsteiger.
Handball
Montag, 13.10.2014 / 13:07 Uhr

Bis zum 7:7 nach 16 Minuten gestalteten die Gastgeberinnen die Begegnung ausgeglichen. Doch nach einer Auszeit durch Werder-Trainer Radek Lewicki, der in Vechta auf Julia Lupke und Julia-Marina Schnell verzichten musste, zudem Leonie Schulte krankheitsbedingt nur einige Minuten einsetzen konnte, setzten sich die Grün-Weißen vorentscheidend auf 13:7 ab (25.) und ließen dabei zehn Minuten lang keinen Gegentreffer zu. Die Spielerinnen des Aufsteigers, die in der Anfangsviertelstunde mutig aufgespielt hatten, ließen angesichts des Sechs-Tore-Rückstands bereits kurz vor dem Seitenwechsel die Köpfe hängen und fanden nicht mehr zurück in die Partie.

Mit einem deutlichen 38:24 (17:11)-Erfolg bei Aufsteiger SFN Vechta haben sich die Handballerinnen des SV Werder Bremen am 5. Spieltag der 3. Liga Nord endgültig in der Spitzengruppe etabliert und erwarten nun am kommenden Wochenende Tabellenführer TSG Wismar zum Top-Spiel in der Werder-Halle.

"Wir haben uns nach dem umkämpften Beginn sehr gut ins Spiel gearbeitet und dann souverän die zwei Punkte mitgenommen", lobte Lewicki sein Team für den zweiten deutlichen Auswärtssieg in Folge. Zwar vernachlässigten die Werderanerinnen im zweiten Durchgang phasenweise etwas die Defensivarbeit, "doch bei der guten Trefferquote im Angriff war das auch kein Wunder", so der Coach. Selbst die rote Karte nach der dritten Zeitstrafe für Abwehrchefin Nele Osterthun (52.) und die verletzungsbedingten Ausfälle von Katrin Friedrich und Imke Nübel (beide knickten nach Torerfolgen unglücklich um) warfen die Grün-Weißen nicht aus der Bahn. Vier Treffer in Folge in den letzten drei Minuten sorgten schließlich für den verdienten Kantersieg.

"Wir haben uns zuletzt überzeugend präsentiert und gehen gut gerüstet ins Spitzenspiel", blickt Lewicki zuversichtlich auf das Duell gegen die TSG Wismar am Samstag, 18.10.2014, um 18.30 Uhr in der Werder-Halle Hermine-Berthold-Straße. "Allerdings erwartet uns ein ausgesprochen starker Gegner, der derzeit zu Recht an der Tabellenspitze mitspielt. Unsere Fans dürfen sich auf ein echtes Top-Spiel freuen." Während der SV Werder als Saisonziel ausgegeben hat, bis zum Ende um den Titel mitzuspielen, ist die TSG Wismar das einzige weitere Team der Liga, das sich offen zu seiner hohen Zielsetzung und zu möglichen Aufstiegsambitionen bekennt. Das Traditionsteam aus Mecklenburg-Vorpommern will in dieser Saison auf Platz 1 bis 4 landen.

Für Werder spielten in Vechta: Meike Anschütz, Charlotte Schumacher - Marilena Niemann (8), Rabea Neßlage (8/1), Marie-Christin Kaiser (7/2), Jennifer Börsen (4), Katrin Friedrich (4), Joseffa Baumann (3), Britta Neumann (2), Imke Nübel (1), Nele Osterthun (1), Leonie Schulte

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