Die Handballerinnen des SV Werder Bremen haben die Spielzeit 2012/2013 in der 3. Liga Nord auf Rang vier beendet.
Die Handballerinnen des SV Werder Bremen haben die Spielzeit 2012/2013 in der 3. Liga Nord auf Rang vier beendet.
Zum Abschluss feierte die Mannschaft von Trainer Radek Lewicki einen überzeugenden 31:29-Erfolg beim Tabellenfünften PSV Recklinghausen. Dabei lagen die Grün-Weißen zur Pause mit 12:15 zurück. "Im zweiten Durchgang haben wir dann noch einmal alle Kräfte mobilisiert", freute sich Lewicki. "Wir wollten auf jeden Fall mit einem Sieg in die Sommerpause gehen. Ein Kompliment an die Spielerinnen für diese tolle kämpferische Leistung."
Die Grün-Weißen hatten beim Tabellennachbarn hoch motiviert und konzentriert begonnen, nach acht Minuten eine 5:3-Führung vorgelegt. Doch dann kamen die starken Gastgeberinnen besser in die Partie, gingen beim 7:6 (13.) erstmals in Führung und lagen zwischenzeitlich sogar mit vier Toren vorne (15:11, 29. Minute). "Wir hatten uns auf ein enges Match eingestellt und damit gerechnet, dass wir zur Pause vielleicht zurückliegen würden", gestand Trainer Lewicki. "Doch wir wussten auch, dass die Kräfte des Gegners im zweiten Durchgang nachlassen würden. Deshalb haben wir versucht, das Tempo die gesamte Zeit hochzuhalten."
Das gelang den Werderanerinnen hervorragend. Die zwei schnellen Tore durch Anna Barnstorff und Britta Neumann zum 14:15-Anschluss kurz nach dem Seitenwechsel konterte die PSV zwar noch und lag kurze Zeit später wieder mit drei Toren in Front (17:14). Doch nach dem 20:19 durch Britta Neumann (40.) gaben die Grün-Weißen die Führung nicht mehr her. "In der Deckung haben wir zwar einige Fehler gemacht und dem Gegner so zu viele leichte Tore ermöglicht", bemängelte Lewicki. "Dafür konnten wir aber glücklicherweise selbst immer Treffer nachlegen." Zwar war Recklinghausen beim 28:29 noch einmal auf ein Tor herangekommen, doch Jennifer Börsen und Anna Barnstorff sorgten mit ihren Treffern schließlich für die Entscheidung.
Für Verwunderung sorgte bei den Grün-Weißen die Leistung der Schiedsrichter Tobias Marx und Falko Pühler (Wiehl/Leichlingen). "Eine klare Linie war bei ihrer Regelauslegung nicht zu erkennen", sagte Werder-Coach Lewicki, der die Unparteiischen mehrfach auf Entscheidungen, die aus seiner Sicht sein Team benachteiligten, hingewiesen hatte. "Daraufhin haben sie sich jedes Mal bei mir entschuldigt und ihren Fehler zu gegeben", wunderte sich Lewicki über das ungewöhnliche Verhalten des Gespanns. Während die Gäste fünf Zeitstrafen überstehen musste, sprachen die Referees gegen die PSV keine einzige aus. Zudem bekamen die Gastgeberinnen neun Strafwürfe zugesprochen, der SV Werder nur drei. "Dass wir uns davon nicht haben unterkriegen lassen, spricht für die Moral und den Kampfgeist unserer Mannschaft", lobte Lewicki. „Dieser Erfolg war ein toller Saisonabschluss."
Lange Zeit hatte der SV Werder in dieser Spielzeit um Rang eins mitgespielt. Doch einige schwächere Auftritte kosteten eine bessere Platzierung. Am Ende hatte Vize-Meister VfL Oldenburg 2 vier Zähler Vorsprung vor den Grün-Weißen. Der Dritte SV Germania Fritzlar kam einen Punkt vor dem SV Werder ins Ziel. „Keine Frage: Es wäre noch etwas mehr drin gewesen", so Lewickis Fazit. „Aber insgesamt hat die Mannschaft eine starke Saison gespielt und mit Tempohandball immer wieder unsere Fans begeistert. Viele Spielerinnen haben noch jede Menge Entwicklungspotenzial. In der kommenden Spielzeit wollen wir einen weiteren Schritt nach vorne machen."
Für den SV Werder spielten in Recklinghausen: Meike Anschütz, Charlotte Schumacher - Britta Neumann (8), Katrin Friedrich (6/2), Anna Barnstorff (5), Jennifer Börsen (4), Eileen Neumann (3), Marilena Niemann (2), Katrin Schatzer (2), Svenja Jänicke (1), Julia Behrens, Marie-Christin Kaiser, Sina Wassrodt, Nadja Wassrodt (n. e.)
