Werder gewinnt Krimi: Sieg in Schlusssekunde

Verdienter Jubel: Svenja Jänicke (vorne) hat soeben den entscheidenden Siebenmeter für ihr Team verwandelt.
Handball
Montag, 22.10.2012 / 13:53 Uhr

Mannschaftsführerin und Spielmacherin Svenja Jänicke bewies nach Ablauf der 60 Minuten gute Nerven und erzielte per Strafwurf mit der letzten Aktion der Begegnung den Siegtreffer. "Verdient", wie sich Werder-Trainer Radek Lewicki sofort festlegte. Was als Fazit bei diesem knappen Ergebnis zunächst ausgesprochen mutig und selbstbewusst anmutet, erschließt sich beim Blick auf den Spielverlauf: Die Gastgeberinnen gingen während der gesamten Partie nicht einmal in Führung.

Die Handballerinnen des SV Werder Bremen sind in der 3. Liga Nord weiter in der Erfolgsspur: Bei der HSG Menden-Lendringsen gab es einen 30:29 (16:12)-Erfolg. Mit nunmehr 9:3 Zählern festigten die Grün-Weißen Rang vier.

Dennoch war die HSG der erwartet schwere Gegner. Vom lautstarken Anhang, der in seinen emotionalen Äußerungen verbal einige Male über die Strenge schlug, nach vorne getrieben, gab sich die Mannschaft aus Menden nie auf.

Das 16:11 nach 28 Minuten war die höchste Werder-Führung der Partie gewesen. Beim 18:18 (40.) hatten die Gastgeberinnen diese egalisiert. Wenig später lagen die Grün-Weißen wieder mit drei Toren vorn (23:20, 47. Minute). Nach dem Mendener 27:27 gut vier Minuten vor dem Abpfiff legten die Werderanerinnen immer wieder einen Treffer vor und mussten stets postwendend den Ausgleich hinnehmen.

Erst in der Schlussminute wäre diese Regel fast gebrochen worden, als Menden 35 Sekunden vor dem Ende beim Spielstand von 29:29 in Ballbesitz kam. Doch die Werder-Defensive kämpfte aufopferungsvoll und ermöglichte Katrin Friedrich eine sehenswerte Aktion: Die Linksaußen nahm ihrer Gegenspielerin geschickt den Ball ab, leitete den Gegenstoß ein, und Marilena Niemann konnte von der HSG nur auf Kosten eines Siebenmeters gestoppt werden. Svenja Jänicke verwandelte sicher und stürzte ihr Team wie auch die mitgereisten Anhänger in einen kollektiven Siegestaumel.  "Unsere Mannschaft hat in der Schlussphase ihre Routine ausgespielt", lobte Trainer Lewicki sein immer noch ausgesprochen junges Team, das jedoch in dieser Saison davon profitiert, weitgehend eingespielt zu sein. "Wir haben mittlerweile die nötige Erfahrung, um auch in solch knappen Spielen die Ruhe und Geduld zu bewahren und die Punkte einzufahren."

Am kommenden Wochenende ist der SV Werder spielfrei. Danach empfangen die Grün-Weißen am Samstag, 03.11.2012, um 18.00 Uhr in der Werder-Halle Hermine-Berthold-Straße den SV Germania Fritzlar zum Spitzenspiel. Das Team aus Hessen hat derzeit wie die Grün-Weißen drei Minuspunkte auf dem Konto, aber bereits ein Spiel mehr ausgetragen und ist daher Tabellenführer.

Für den SV Werder spielten gegen Menden-Lendringsen: Charlotte Schumacher, Noor Al-Asmar - Katrin Friedrich (7/4), Marilena Niemann (5), Katrin Schatzer (5/2), Svenja Jänicke (4/3), Britta Neumann (3), Julia Behrens (2), Jennifer Börsen (2), Marie-Christin Kaiser (1), Nadja Wassrodt (1), Anna Barnstorff, Sina Wassrodt

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