"Es war sicher nicht unser bestes Saisonspiel", gab Trainer Radek Lewicki nach dem Abpfiff zu. "Aber wir wussten, dass wir auf einen guten Gegner treffen würden, der uns alles abverlangt, und wollten einfach die zwei Punkte mit nach Hause nehmen."
"Es war sicher nicht unser bestes Saisonspiel", gab Trainer Radek Lewicki nach dem Abpfiff zu. "Aber wir wussten, dass wir auf einen guten Gegner treffen würden, der uns alles abverlangt, und wollten einfach die zwei Punkte mit nach Hause nehmen."
Die Drittliga-Handballerinnen des SV Werder Bremen brachten vom letzten Auswärtsspiel des Jahres zwei weitere wichtige Zähler mit an die Weser: Bei der HSG Blomberg-Lippe 2, die zuvor fünf Spiele in Folge gewonnen hatte, gab es einen 23:22-Erfolg.
Dabei schienen die Grün-Weißen von Beginn an nicht nur gegen den Gegner zu kämpfen, sondern auch gegen die ungewohnte Atmosphäre in der Halle. Hatte beim Aufwärmen noch ein kleiner 'Ghettoblaster' für Musik und damit für die richtige Einstimmung aufs Spiel gesorgt, so fehlten während der 60 Minuten sowohl ein Hallensprecher als auch die heute in allen Hallen üblichen Musik-Einspielungen. Zudem verloren sich auf der Tribüne nur gut 70 Zuschauer, darunter waren 15 mitgereiste Werder-Fans.
Das Niveau der Begegnung passte sich streckenweise der mageren Kulisse an. Die Grün-Weißen ließen zwar in der Defensive nichts anbrennen, waren von Trainer Lewicki vor allem auf die starke Spielmacherin Saskia Putzke (bereits mehr als 60 Saisontreffer) gut eingestellt worden, die nur ein Feldtor erzielte und dazu einen Siebenmeter verwandelte. Offensiv konnte der SV Werder dagegen nur selten die Dynamik und das Tempo der zurückliegenden Spiele entwickeln.
So blieb es bis zum Ende ein eher torarmes Duell, in dem die Gäste den 21:18-Vorsprung (50. Minute) ruhiger über die Zeit hätten bringen können. Doch zwei Minuten vor dem Abpfiff kam Blomberg durch Denise Großheim per Siebenmeter zum 22:23-Anschluss. Danach gab es keine weiteren Treffer mehr. Bestnoten beim SV Werder verdienten sich Torhüterin Charlotte Schumacher, die unter anderem drei Strafwürfe parierte, und Haupttorschützin Marilena Niemann (6).
Das Handballjahr 2012 geht für die Mannschaft von Trainer Lewicki am kommenden Samstag, 15.12.2012, mit dem Heimspiel gegen den PSV Recklinghausen (18.00 Uhr, Werder-Halle Hermine-Berthold-Straße) zu Ende. Mit einem Sieg will das Team den Platz im Spitzenquartett der 3. Liga Nord festigen. Hinter Spitzenreiter TV Oyten (20:4) liegen derzeit der SV Germania Fritzlar (18:6), der SV Werder (18:6) und der VfL Oldenburg 2 (16:6) nach Minuspunkten gleichauf.
Für den SV Werder spielten in Blomberg: Charlotte Schumacher, Sarah Grützmacher - Marilena Niemann (6), Svenja Jänicke (5/1), Britta Neumann (4), Katrin Schatzer (4), Marie-Christin Kaiser (3), Jennifer Börsen (1), Anna Barnstorff, Julia Behrens, Imke Nübel, Sina Wassrodt
