3. Liga Nord: Klares 24:15 gegen Schwerin

Rückraumspielerin Julia Lupke (li., hier mit Trainer Radek Lewicki) bot gegen Schwerin eine starke Leistung, übernahm Verantwortung und erzielte insgesamt sechs Treffer.
Handball
Montag, 27.10.2014 / 13:52 Uhr

Die Zuschauer in der Werder-Halle sahen dabei eine kuriose erste Halbzeit: Während die Defensive der Grün-Weißen sicher stand und mit den im Angriff in ihren Mitteln limitierten und eher harmlosen Gästen nahezu keine Probleme hatte, war die eigene Chancenverwertung zunächst extrem schwach. "Wir haben uns schon vor der Pause genügend Möglichkeiten erarbeitet, um klar in Führung zu gehen", so Werder-Trainer Radek Lewicki, der mit ansehen musste, wie seine Spielerinnen reihenweise frei vorm Tor an der starken Schweriner Keeperin Andrea Klasen scheiterten. Ihr alleine hatten es die Gäste zu verdanken, dass sie nicht schon früh klar in Rückstand gerieten.

Die Drittliga-Handballerinnen des SV Werder Bremen haben ihr Heimspiel gegen den Tabellen-Zwölften SV Grün-Weiß Schwerin deutlich mit 24:15 (7:7) gewonnen.

Denn die Werderanerinnen hatten bis zur 12. Minute erst einen Gegentreffer zugelassen, aber selbst auch erst drei Mal getroffen. Wenig später lagen die Grün-Weißen dann sogar mit 3:5 zurück (15.), drehten die Partie aber durch je zwei Treffer von Katrin Friedrich und Julia Lupke zum 7:5 und blieben in dieser Phase wiederum 13 Minuten ohne Gegentreffer. In den letzten 90 Sekunden vor dem Seitenwechsel kamen die Gäste noch zum 7:7-Ausgleich. Und es war zu spüren, dass Spielerinnen und Verantwortliche aus Schwerin selbst kaum fassen konnten, dass sie mit einem Remis in die Pause gehen durften.

Zumindest schöpften sie daraus Selbstvertrauen und zeigten in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit mit ihrer besten Phase, dass sie sich durchaus Hoffnungen auf den Verbleib in der 3. Liga machen dürfen. In der 44. Minute fiel das 13:14, die Führung für die Gäste. Doch danach schüttelten die Grün-Weißen ihre Ladehemmungen im Abschluss endgültig ab. Schwerin gelang in den verbleibenden 16 Minuten nur noch ein Tor, und der SV Werder feierte am Ende einen klaren Erfolg. "Wir haben uns das Leben durch die schwache Chancenverwertung lange selbst schwer gemacht", atmete Lewicki nach dem Abpfiff durch, lobte jedoch die Defensivleistung seiner Mannschaft: "Wir haben gleich in mehreren Phasen des Spiels minutenlang keinen oder nur einen Gegentreffer zugelassen. Das war der Grundstein für den Erfolg. Gegen stärkere Gegner dürfen wir allerdings im Angriff nicht so viele Möglichkeiten leichtfertig auslassen."

Schließlich wartet schon am kommenden Samstag, 01.11.2014, um 16.00 Uhr eine schwere Auswärtsaufgabe auf die Grün-Weißen. Dann tritt das Team beim Berliner TSC an, der seine Mannschaft vor der Saison personell gehörig aufgerüstet hat und in der Spitzengruppe der Liga ein gewichtiges Wort mitsprechen will. Derzeit belegen die Hauptstädterinnen mit 9:5 Zählern Rang fünf. Der SV Werder ist nach dem Erfolg gegen Schwerin mit jetzt 11:3 Punkten weiter Tabellenzweiter.

Gegen Schwerin spielten für den SVW: Meike Anschütz, Charlotte Schumacher - Julia Lupke (6/1), Katrin Friedrich (5), Jennifer Börsen (4), Marilena Niemann (3), Rabea Neßlage (2), Nele Osterthun (2), Joseffa Baumann (1), Julia-Marina Schnell (1/1), Marie-Christin Kaiser, Leonie Schulte, Britta Neumann (n. e.)

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