Die Handballerinnen des SV Werder Bremen haben ihre Serie fortgesetzt: Das Team von Trainer Patrice Giron sicherte sich beim HC Rödertal ein verdientes 20:20 und blieb damit im dritten Spiel in Folge unbesiegt.
Die Handballerinnen des SV Werder Bremen haben ihre Serie fortgesetzt: Das Team von Trainer Patrice Giron sicherte sich beim HC Rödertal ein verdientes 20:20 und blieb damit im dritten Spiel in Folge unbesiegt.
Es war das bisher wohl dickste Ausrufezeichen des Aufsteigers in dieser Saison. Denn das gegnerische Team aus der Nähe von Dresden, bis dato Tabellenvierter, war als Favorit in die Begegnung gegangen. Den Grün-Weißen war jedoch von Beginn an das Selbstvertrauen nach den vorangegangenen Erfolgen gegen Mainz-Bretzenheim und Kirchhof anzumerken.
Zunächst zeigte sich das vor allem in einer äußerst stabilen Defensivleistung. Erst nach vier Minuten erzielte Werders Linksaußen Alina Otto den ersten Treffer der Partie. Kurz darauf ging Rödertal seinerseits mit 2:1 in Führung - es sollte allerdings die einzige im gesamten Spielverlauf bleiben. Beim 7:4, wiederum durch Alina Otto, hatten die Werderanerinnen erstmals eine Drei-Tore-Führung herausgeworfen (14.), die bis zwei Minuten vor der Pause sogar auf 14:9 anwuchs. Dann jedoch überzeugte mehr als eine Viertelstunde lang nur noch die Defensive. Im Angriff mussten die Grün-Weißen dagegen eine 16-minütige (!) Durststrecke ohne eigenen Torerfolg überstehen.
"Die Kraft, die wir - größtenteils erfolgreich - für die Abwehrarbeit aufgewendet haben, hat uns in der Offensive gefehlt", erklärte Trainer Patrice Giron später. Es sollte sich dennoch als die richtige Strategie erweisen. Nach dem 14:14 in der 40. Minute versammelte der Coach seine Spielerinnen zu einem Team-Time-Out. Unmittelbar darauf kassierte Rödertal zwei Zeitstrafen. Und dann brach Spielmacherin Rabea Neßlage mit ihrem verwandelten Siebenmeter zum 15:14 endlich den Bann, Alina Otto erhöhte gar auf 16:14. Doch die Partie blieb äußerst spannend. Mehrfach legte der SV Werder vor, und die Gastgeberinnen glichen aus. Tore blieben allerdings Mangelware. Und so fiel das 20:19 durch Rabea Neßlage bereits in der 55. Minute, das 20:20 durch einen Siebenmeter von Rödertals Jurgita Markeviciute 70 Sekunden vor dem Ende. Mehr Zählbares gelang den beiden Teams nicht mehr.
Trainer Giron fiel die Einordnung des turbulenten Krimis mit dem letztendlichen Remis leicht: "Für uns ist das in einem Auswärtsspiel beim Tabellenvierten ohne Wenn und Aber ein gewonnener Punkt." Die tolle Leistung bestätigen wollen seine Spielerinnen nun im nächsten Heimspiel, zu dem die Grün-Weißen am Samstag, 31.10.2015, um 18.30 Uhr in der Klaus-Dieter-Fischer-Halle mit dem BSV Sachsen Zwickau ein weiteres Team aus Sachsen begrüßen.
Für den SV Werder spielten: Meike Anschütz, Charlotte Schumacher, Alexandra Meyer - Rabea Neßlage (7/3), Jennifer Börsen (3), Alina Otto (3), Birthe Barger (2), Katrin Friedrich (2), Marilena Niemann (2), Nele Osterthun (1), Kim-Anna Heidorn, Lena Janssens, Alina Schneider
