Die Handballerinnen des SV Werder Bremen haben in der 2. Bundesliga für eine weitere Überraschung gesorgt. Der Aufsteiger bezwang den letztjährigen Tabellendritten BSV Sachsen Zwickau mit 26:25 (17:15).
Die Handballerinnen des SV Werder Bremen haben in der 2. Bundesliga für eine weitere Überraschung gesorgt. Der Aufsteiger bezwang den letztjährigen Tabellendritten BSV Sachsen Zwickau mit 26:25 (17:15).
Die Handballerinnen des SV Werder Bremen haben in der 2. Bundesliga für eine weitere Überraschung gesorgt. Der Aufsteiger bezwang den letztjährigen Tabellendritten BSV Sachsen Zwickau mit 26:25 (17:15).
Die gut 250 Fans in der Klaus-Dieter-Fischer-Halle - darunter Werder-Präsident Dr. Hubertus Hess-Grunewald - erlebten dabei einen wahren Handball-Krimi, den Werders Linkshänderin Birthe Barger drei Sekunden vor dem Abpfiff mit ihrem Treffer zu Gunsten der Grün-Weißen entschied.
Nach zuletzt drei Spielen in Folge ohne Niederlage startete die Mannschaft von Werder-Trainer Patrice Giron auch in die Partie gegen Zwickau selbstbewusst und hoch motiviert. Marilena Niemann gelang nach 60 Sekunden die 1:0-Führung, die ihr Team in der Folgezeit bis zur 26. Minute auf 16:11 ausbaute. Zur Pause war der Vorsprung zwar auf 17:15 zusammengeschmolzen. Aber: "Wir haben eine tolle Halbzeit gespielt. Das habe ich der Mannschaft in der Kabine auch gesagt", verriet Trainer Giron. "Dass uns als Aufsteiger gegen einen in der Liga etablierten Gegner nicht alles gelingt und wir auch Fehler machen, ist doch klar." Insgesamt begeisterte der SV Werder aber erneut mit seinem Tempospiel und jeder Menge Leidenschaft.
Im zweiten Durchgang allerdings wandelte sich die Begegnung. Der Siebenmetertreffer von Rabea Neßlage zum 18:15 war das einzige Tor der Partie in den ersten sieben Minuten nach dem Seitenwechsel. Anschließend folgte eine starke Phase der Gäste, die zum 18:18 ausglichen (40.). Die Grün-Weißen taten sich in der Offensive nun schwer, warfen jedoch in der Deckung alles in die Waagschale. Trotzdem ging Zwickau in der 49. Minute beim 21:22 erstmals in Führung. Es sollte allerdings die einzige im gesamten Spielverlauf bleiben. Patrice Giron schwor sein Team daraufhin in einem Team-Time-Out auf eine spannende Schlussphase ein. "Für unsere Spielerinnen ging es darum, sich wieder die starken Szenen dieser Partie ins Gedächtnis zu rufen", so der Coach. "Wie die Mannschaft dann den Rückstand weggesteckt und anschließend bis zur letzten Sekunde um den Sieg gefightet hat, verdient allergrößten Respekt."
Tatsächlich lief auch weiterhin nicht alles rund. Doch die zweiminütige Unterzahl nach einer Zeitstrafe für Spielmacherin Rabea Neßlage überstand der SVW ohne Gegentreffer. Auch einen verworfenen Strafwurf steckte das Team weg und schaffte durch Nele Osterthun in der 54. Minute den 22:22-Ausgleich. 80 Sekunden vor dem Abpfiff gelang Marilena Niemann dann sogar das 25:23. Zwickau erzielte jedoch nur zehn Sekunden später den Anschluss zum 25:24 und nach einem weiteren Ballverlust der Grün-Weißen genau 16 Sekunden vor dem Spielende sogar den Ausgleich.
Glücklicherweise fiel dieses Tor früh genug, so dass den Grün-Weißen noch ein letzter Angriff blieb. Die Spielerinnen des BSV attackierten früh, sorgten damit fast für einen Ballverlust des SV Werder, doch Rabea Neßlage sicherte mit letzter Energie den Ball, leitete ihn weiter auf Marilena Niemann, und die sah die an den Kreis eingelaufene und dort völlig alleingelassene Birthe Barger, die aus zentraler Position exakt drei Sekunden vor dem Abpfiff zum 26:25 traf und damit für Riesenjubel bei der Mannschaft und den Fans sorgte.
In der Tabelle kletterte der Aufsteiger, der nun 7:7 Zähler aufweist, damit auf Rang neun. "Eine tolle Momentaufnahme, die sich die Mannschaft mit ihrer harten und konzentrierten Trainingsarbeit und viel Disziplin verdient hat", lobte Trainer Giron. "Wir wissen aber, dass wir für unser Ziel, in der Liga zu bleiben, weiter hart arbeiten und uns noch steigern müssen." Nach einem spielfreien Wochenende wartet auf die Werderanerinnen nun nämlich eine sehr schwierige Aufgabe. Am Samstag, 14.11.2015, geht es zum noch verlustpunktfreien Spitzenreiter Neckarsulmer Sportunion (Anpfiff 18.00 Uhr, Ballei-Sporthalle Neckarsulm).
Für den SV Werder spielten gegen Zwickau: Alexandra Meyer, Charlotte Schumacher, Meike Anschütz - Rabea Neßlage (10/4), Marilena Niemann (5), Jennifer Börsen (3), Birthe Barger (2), Katrin Friedrich (2), Merle Heidergott (2), Nele Osterthun (2), Alina Otto, Kim-Anna Heidorn, Lena Janssens, Alina Schneider
