"Gute Gastgeber": Werder schenkt Fritzlar einen Punkt

Vollbesetzte Werder-Halle: Marilena Niemann erzielte im Spitzenspiel gegen Fritzlar einen Treffer.
Handball
Montag, 05.11.2012 / 16:20 Uhr

Die gut 250 Zuschauer in der Werder-Halle, darunter Werder-Präsident Klaus-Dieter Fischer und seine Ehefrau Anne, sahen eine intensive und emotionale Partie, in der beide Teams um jeden Zentimeter Raum verbissen kämpften. Das souveräne Schiedsrichter-Gespann Dux/Follmert aus Blomberg musste dennoch auf beiden Seiten lediglich drei Zeitstrafen aussprechen.

Die Drittliga-Handballerinnen des SV Werder Bremen haben im Spitzenspiel gegen den SV Germania Fritzlar leichtfertig einen Punkt verschenkt. Trotz einer 18:13-Führung nach 42 Minuten stand es am Ende 25:25.

Die Grün-Weißen waren von Trainer Radek Lewicki hervorragend auf das Spiel der Gäste eingestellt worden und konnten das schnelle Angriffsspiel der Fritzlarerinnen fast immer geschickt und zweikampfstark unterbinden. Gewohnt gut und sicher agierte Torhüterin Charlotte Schumacher. Auch Sarah Grützmacher glänzte mit zwei gehaltenen Strafwürfen. Im Angriff allerdings offenbarte der SV Werder die in dieser Saison schon häufig gezeigte Abschlussschwäche.

So konnte sich im ersten Durchgang keine der beiden Mannschaften mit mehr als zwei Toren absetzen. Auf den 6:8-Rückstand nach 20 Minuten reagierte Werder-Coach Lewicki mit einem Team-Time-Out, stellte seine Spielerinnen noch einmal neu ein und sah wenig später die 9:8-Führung seines Teams. Dieser Vorsprung mit einem Treffer hatte auch beim Pausenpfiff Bestand (11:10).

Der zweite Durchgang begann zunächst ausgesprochen torarm. Doch nach dem 12:11 (35. Minute) setzten sich die Grün-Weißen mit drei Treffern in drei Minuten auf 15:11 ab, bauten diese Führung wenig später auf 18:13 aus (42.). Danach häuften sich allerdings unnötige Fehler. Zwar stand die Deckung weiterhin gut. Doch mit schwachen Torabschlüssen luden die jungen Werderanerinnen den erfahrenen Gegner zu Gegenstößen ein. So stand es nach 50 Minuten bereits nur noch 20:19. Zwar konnten die Grün-Weißen in der Schlussphase immer wieder in Führung gehen, doch Fritzlar glich jeweils postwendend aus. Der letzte Werder-Angriff brachte beim Spielstand von 25:25 schließlich nichts mehr ein.

"Wir haben endgültig bewiesen, dass wir auch mit den Spitzenteams der Liga mithalten, einen starken und routinierten Gegner wie Fritzlar sogar über weite Strecken beherrschen können", sagte Trainer Lewicki, dessen Team sich im Lauf der 60 Minuten mehr klare Torchancen als die Gäste erarbeitet und deshalb alle Möglichkeiten gehabt hatte, die Begegnung für sich zu entscheiden. "Wenn man zwischenzeitlich mit fünf Treffern führt, fühlt sich ein Remis leider zunächst wie eine Niederlage an. Aber wir gehören weiterhin zur Spitzengruppe und haben in den kommenden Wochen die Möglichkeit, uns dort weiter zu festigen. Dafür müssen wir jedoch in den nächsten Spielen cleverer agieren und dürfen bei klaren Führungen den Gegner nicht mehr mit eigenen Fehlern wieder zurück ins Spiel kommen lassen."

Der SV Werder liegt nach Minuspunkten derzeit weiterhin gleichauf mit dem Tabellendritten SV Germania Fritzlar. Dass die Grün-Weißen hinter die an diesem Wochenende siegreiche HSG Union 92 Halle auf Rang fünf abrutschten, liegt daran, dass die Ostwestfalen bereits ein Spiel mehr ausgetragen haben.

Am kommenden Samstag, 10.11.2012, um 17.00 Uhr tritt der SV Werder bei der HSG Osterode-Harz an. Eine Woche später, am Samstag, 17.11.2012, um 18.00 Uhr, gastiert der starke Tabellensechste HSV Minden-Nord zum nächsten Spitzenspiel in der Werder-Halle Hermine-Berthold-Straße.

Für den SV Werder spielten gegen Fritzlar: Charlotte Schumacher, Sarah Grützmacher - Katrin Friedrich (6/2), Britta Neumann (5), Katrin Schatzer (5/3), Julia Behrens (3), Svenja Jänicke (3), Jennifer Börsen (1), Marilena Niemann (1), Nadja Wassrodt (1), Marie-Christin Kaiser, Imke Nübel, Sina Wassrodt

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