Saisonauftakt im DHB-Pokal, aber Rätseln um Pokal-Zukunft

Überrascht, nachdenklich, verstimmt: Werder-Trainer Radek Lewicki kann derzeit nur abwarten, wie die Verbände das Missverständnis um die bisher nicht gewährleistete Teilnahme der Grün-Weißen am Pokal-Wettbewerb aufklären.
Handball
Donnerstag, 14.08.2014 / 15:11 Uhr

Die Drittliga-Handballerinnen des SV Werder Bremen eröffnen die Saison 2014/2015 mit dem Erstrunden-Spiel im DHB-Pokal beim niedersächsischen Oberligisten Hannoverscher SC. Die Partie findet am Samstag, 06.09.2014, um 17.00 Uhr statt.

"Wir freuen uns auf dieses Duell", sagt Werder-Trainer Radek Lewicki. "Zum einen können wir eine Woche vor dem Auftakt in der 3. Liga noch einmal unter Wettkampfbedingungen testen. Zum anderen ist es unser erstes Pflichtspiel, und das wollen wir natürlich gewinnen." Das Erreichen der 2. Hauptrunde ist das erklärte Ziel der Grün-Weißen. Denn dann steigen auch die Erstligisten in den Wettbewerb ein - es könnte also ein attraktiver Gegner auf den SV Werder warten. "Die Liga-Spiele haben für uns Priorität. Aber auch die Teilnahme am DHB-Pokal hat seit jeher eine große Bedeutung", erklärt Lewicki. "Es sind Highlight-Spiele, auf die wir jedes Mal besonders gespannt sind."

Kopfschütteln löst beim ehrgeizigen Coach daher die Tatsache aus, dass derzeit ungewiss ist, ob sich die Grün-Weißen auch für den DHB-Pokal der kommenden Spielzeit 2015/2016 qualifizieren können. Dies war dem Team zuletzt durch den Gewinn des Pokals des Bremer Handball-Verbands (BHV) im März dieses Jahres gelungen. Der BHV hat diesen Wettbewerb zur neuen Saison mit dem Handball-Verband Niedersachsen (HVN) zusammengeführt und dabei erstmals nur noch Mannschaften bis zur Oberliga zugelassen. Die Begründung der Verantwortlichen: Die vier Staffeln der 3. Liga unterstehen seit einiger Zeit dem Deutschen Handball-Bund (DHB). Somit sei dieser auch dafür verantwortlich, den Drittliga-Teams die Qualifikation für den DHB-Pokal zu ermöglichen.

Der DHB dagegen verweist auf die Landesverbände und beruft sich dabei auf einen Beschluss seines Erweiterten Präsidiums aus dem Jahr 2009, der u. a. regelt, dass in der 1. Hauptrunde des DHB-Pokals 24 Landesvertreter und die Vertreter der 2. Bundesliga antreten. Daraus, so DHB-Vize-Präsident Andreas Michelmann, gebe es keinen anderen Schluss, als dass die Vertreter der 3. Liga bis auf Weiteres ihre Chance erhalten müssen, über die Teilnahme am Landespokal am DHB-Pokal teilzunehmen. Kurios ist dabei auch: In anderen Landesverbänden sind die Drittligisten sehr wohl weiterhin in den Pokal-Wettbewerb integriert. Es herrscht also bundesweit keine einheitliche Regelung.

Nach der Auslosung der 1. Runde im neuen Pokal-Wettbewerb von HVN und BHV vor gut vier Wochen hatten die Grün-Weißen erstmals die Verantwortlichen der beteiligten Verbände auf die beschriebene Problematik aufmerksam gemacht. "Seitdem gab es zwar einige Telefonate und einen regen E-Mail-Austausch, eine Lösung wurde aber noch nicht gefunden", berichtet Werders Teammanager Martin Lange. "Für uns ist das eine unbefriedigende und sehr überraschende Situation. Wir hoffen, dass dieses Missverständnis so schnell wie möglich aufgeklärt wird und wir erfahren, wie eine Qualifikation für den DHB-Pokal 2015/2016 für unsere Mannschaft möglich ist. Verzichten möchten wir auf diese Chance definitiv nicht."

Ihr Browser ist veraltet.
Er wird nicht mehr aktualisiert.
Bitte laden Sie einen dieser aktuellen und kostenlosen Browser herunter.
Chrome Mozilla Firefox Microsoft Edge
Chrome Firefox Edge
Google Chrome
Mozilla Firefox
MS Edge
Warum benötige ich einen aktuellen Browser?
Sicherheit
Neuere Browser schützen besser vor Viren, Betrug, Datendiebstahl und anderen Bedrohungen Ihrer Privatsphäre und Sicherheit. Aktuelle Browser schließen Sicherheitslücken, durch die Angreifer in Ihren Computer gelangen können.
Neue Technologien
Die auf modernen Webseiten eingesetzten Techniken werden durch aktuelle Browser besser unterstützt. So erhöht sich die Funktionalität, und die Darstellung wird verbessert. Mit neuen Funktionen und Erweiterungen werden Sie schneller und einfacher im Internet surfen können.