Dr. Klaus Brücher: „Es hilft, darüber zu reden“

Dr. Klaus Brücher vom AMEOS Klinikum Dr. Heines gab wertvolle Einblicke in seine Arbeit.
Handball
Donnerstag, 26.01.2012 / 16:42 Uhr

Dr. Klaus Brücher, Ärztlicher Direktor des Klinikums in Bremen-Oberneuland, referierte zum Thema ‚Sport, Burnout und Depression - ein vielschichtiges Wechselverhältnis'. „Für uns ging es darum, die Spielerinnen und Trainer für dieses Thema zu sensibilisieren", betonte Drittliga-Coach Radek Lewicki. Dass das ganz entscheidend ist, wurde im Laufe der Veranstaltung mehrfach deutlich. Denn Dr. Klaus Brücher stellte heraus, wie wichtig es ist, dass sich Betroffene ihren Problemen und einer eventuellen psychischen Erkrankung stellen und sich ihrem Umfeld anvertrauen.

Zu einem interessanten Vortrag hatte das AMEOS Klinikum Dr. Heines das Drittliga-Team des SV Werder sowie die Trainerinnen und Trainer der Handball-Abteilung eingeladen.

„Sport ist ein Mittel, um seelisch gesund zu werden beziehungsweise zu bleiben", erklärte Brücher außerdem. „Aber das Gleichgewicht muss stimmen. Und man muss seine Grenzen erkennen." Falscher Ehrgeiz, überhöhte Erwartungen, Stress, Verletzungen - all dies seien Faktoren, die einen „Teufelskreis" in Gang setzen können. „Man kann nur ausbrennen, wenn man vorher gebrannt hat", sagte der 62-Jährige und skizzierte die verschiedenen Phasen eines Burnouts. Und der Ausweg? „Stressvermeidung allein genügt nicht", mahnte Brücher. „Man muss versuchen, sich zu entschleunigen."

Etwa 20 Prozent der Menschen erleben im Laufe ihres Lebens eine mehr oder minder schwere Depression, erläuterte Brücher. Eine weitere Enttabuisierung des Themas sei daher enorm wichtig, der richtige Weg dabei bereits durchaus eingeschlagen. Denn der Suizid von Fußball-Torhüter Robert Enke habe Spuren hinterlassen, die Wahrnehmung des Themas in der Öffentlichkeit hat sich verändert, sagte Brücher, und rät eindringlich zum Gespräch: „Es hilft immer, darüber zu reden."

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