Mainz hatte nach dem Spiel in Bremen 0:6 Punkte auf dem Konto und Stand am Ende der Tabelle. "Es war eine ganz schlechte zweite Halbzeit und das einzige Spiel, welches wir richtig deutlich verloren haben", erinnert sich Sophie Hartstock an das Spiel in Bremen zurück. Die jüngere Schwester von Bremens Cara Hartstock spielt seit Saisonbeginn für die Mainzerinnen, doch zu einem Schwestern-Duell wird es nicht kommen. Cara wird für den VfL Oldenburg im Europapokal aktiv sein und Sophie fällt mit einem Kreuzbandriss seit Dezember verletzt aus.
Werder hatte mit 4:2 Punkten den besseren Start in die Saison, doch dann entwickelten sich die Wege der beiden Mannschaften in zwei unterschiedliche Richtungen. "Wir haben das Spiel in Bremen komplett ausgeblendet und uns darauf eingeschworen, nicht noch einmal so eine Niederlage zu kassieren", so Sophie Hartstock. Das ist den Mainzerinnen auch gelungen, es gab fünf Siege in Folge und mit aktuell 17:17 Punkten steht die FSG im Tabellenmittelfeld und konnte unter anderem mit einem Sieg in Rosengarten und einem Punktgewinn gegen Bensheim aufhorchen lassen.
Für Werder gab es nach dem Spiel gegen Mainz nur noch zwei Siege und man rutschte in der Tabelle mit aktuell 10:24 Punkten auf den 15. Platz ab. Zuletzt unterlag die Mannschaft von Patrice Giron gegen Rosengarten mit 27:32 und das nicht weil man spielerisch die schlechtere Mannschaft war, sondern weil man sich in der Schlussphase aus der Ruhe bringen ließ und das Selbstvertrauen verlor. "Wir wissen nicht woran es liegt, wir machen vieles richtig und am Ende brechen wir dann doch ein", ist auch Jennifer Börsen nach dem letzten Spiel ein wenig ratlos. Für Werder geht es jetzt darum den Anschluss an die Nicht-Abstiegsplätze nicht zu verlieren und dafür soll am liebsten schon aus Mainz etwas zählbares mitgebracht werden. "Wir haben die Woche gut trainiert, die Stimmung beim Training war etwas lauter als sonst, wir sind voll motiviert", so Börsen
"Auf Grund des Tabellenstandes sind wir ein bisschen in der Favoritenrolle", so Sophie Hartstock, sie weiß jedoch auch um die Probleme der Mainzerinnen, "neben mir haben wir noch sieben weitere Verletzte zu beklagen und Werder hat eine starke Mannschaft mit einem sehr gefährlichen Rückraum". Es wird also auf jeden Fall zu einem spannenden Duell kommen, auch vor dem Hintergrund, dass Werder Trainer Patrice Giron dem Verein in dieser Woche mitgeteilt hat, sein Amt am Saisonende abzugeben. Jennifer Börsen kann die Situation von Giron nachvollziehen und die Mannschaft wird auch für den Trainer weiterhin alles geben. "Wir glauben fest an den Klassenerhalt und wollen als Team, mit Patrice dieses Ziel erreichen", schaut Börsen zuversichtlich in die Zukunft.