"Gesunde Mischung aus Anspannung, Wille und Lockerheit"

Werder zum Zweitliga-Duell nach Ketsch
Jennifer Börsen, hier im Hinspiel gegen die Kurpfalz Bären, sorgte beim Saisonauftakt mit ihrem Treffer zum 35:33 wenige Sekunden vor dem Abpfiff für die Entscheidung (Foto: hansepixx).
Vorbericht
Freitag, 25.11.2016 / 12:02 Uhr

Von Martin Lange

Die Zweitliga-Handballerinnen des SV Werder Bremen treten am Samstag, 26.11.2016, um 17.30 Uhr bei den Kurpfalz Bären der TSG Ketsch an. Die Partie wurde auf Wunsch des Gegners vom 16. Spieltag auf diesen Termin vorverlegt.

Für die Mannschaft von Trainer Patrice Giron ist es somit bereits das zweite Aufeinandertreffen mit dem Aufsteiger aus dem Rhein-Neckar-Kreis. Am ersten Spieltag hatte es in der Klaus-Dieter-Fischer-Halle einen spannenden und torreichen 35:33-Erfolg für die Grün-Weißen gegeben. „Damals ein wichtiger Sieg für uns und ein guter Einstieg in die Saison“, erinnert sich Giron. „Wir wissen also, dass wir diesen starken Gegner schlagen können.“

Die 35:41-Niederlage beim TV Beyeröhde am vergangenen Samstaf hat die Mannschaft, so der Coach, „kritisch, aber mit einem positiven Blick nach vorne“ aufgearbeitet. Die Grün-Weißen stellen derzeit die Offensive mit der durchschnittlich zweitbesten Torausbeute der Liga (28,6 Treffer pro Spiel). Der Gegner aus Ketsch liegt nur knapp dahinter. „Für uns gilt es, nun auch Konstanz in unsere insgesamt verbesserte Defensivarbeit zu bringen“, weiß Giron. Vor dem Spiel in Beyeröhde, das der Werder-Trainer als „Blackout“ bezeichnet, hatte sich die Abwehr seines Teams deutlich stabilisiert. „Wir wissen, dass vieles gut funktioniert. Nur müssen wir auch alle Tugenden und Fähigkeiten auf das Spielfeld bringen, um in dieser ausgeglichenen Liga Spiele zu gewinnen.“

Die Gastgeber, ehemaliger Erstligist und als diesjähriger Aufsteiger mit großen Ambitionen in die Spielzeit gestartet, haben derweil schon offiziell den Abstiegskampf ausgerufen. Aus dem Umfeld der Mannschaft, derzeit auf Platz 13 und damit auf dem ersten Abstiegsrang, wurde nach der unglücklichen 25:26-Niederlage gegen Trier am vergangenen Wochenende der Druck auf die Spielerinnen erhöht. Der Tenor: Eine weitere Heimniederlage dürfe sich das Team auf keinen Fall leisten.

Auch Werder-Trainer Patrice Giron, dessen Mannschaft derzeit einen Zähler mehr auf dem Konto hat als der Gegner, ist sich der Bedeutung der Partie bewusst: „Wir haben die Möglichkeit, in einem Auswärtsspiel einen direkten Konkurrenten in der unteren Tabellenhälfte weiter zu distanzieren. Deshalb fahren wir mit einer guten Mischung aus Anspannung, Konzentration, Wille, aber auch der nötigen Lockerheit, die wir für unser Spiel brauchen, nach Ketsch.“

 

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