WERDER.DE: Lotta, wie gefällt es dir in Bremen?
Lotta Heinrich: Es ist toll. Bremen hat genau die richtige Mischung aus Großstadt und ländlichem Ambiente. Ich wohne in Findorff, und es ist wie ein kleiner Ort für sich. Leider fehlte mir bislang die Zeit, um Bremen in Ruhe zu erkunden. Ich bin schon des Öfteren am Bürgerpark vorbeigefahren, ohne ihn zu betreten. Das möchte ich aber schnell ändern.
WERDER.DE: Du hast eine Ausbildung als Schneiderin absolviert. Arbeitest du auch in diesem Beruf?
Lotta Heinrich: Nicht direkt. Mein Arbeitgeber ist eine Schnittstelle zwischen den Designern und der Produktion. Ich wandle die Skizze des Designers in ein digitales Format, und daraus werden dann die Schnittmuster erstellt.
WERDER.DE: Dafür pendelst du zwischen Bremen und Hamburg. Wie groß ist der Aufwand?
Lotta Heinrich: Ich arbeite 20 Stunden pro Woche in Hamburg, manchmal auch etwas mehr. Und täglich gehen drei Stunden für die Fahrten drauf. Das ich manchmal schon sehr anstrengend. Die Arbeit macht mit aber sehr viel Spaß, und dafür nehme ich den Aufwand gerne in Kauf. Mein Arbeitgeber hat sehr viel Verständnis für meine Handballkarriere und unterstützt mich dabei so gut es geht.
WERDER.DE: Wie wurdest du von der Mannschaft aufgenommen?
Lotta Heinrich: Alle sind super nett. Ich wurde sofort sehr gut integriert und auch in alles, was außerhalb des Handballs passiert, mit eingebunden. Lena Janssens wohnt keine fünf Minuten von mir entfernt, wir fahren zusammen zum Training und sprechen über vieles. Der Zusammenhalt im Team ist eine unserer größten Stärken.
WERDER.DE: Du sollst vor deinem ersten Werder-Pflichtspiel im DHB-Pokal ziemlich aufgeregt gewesen sein...
Lotta Heinrich: Ziemlich aufgeregt ist sogar noch untertrieben (lacht). Ich bin vor jedem Spiel aufgeregt, doch das erste SPiel für Werder war schon etwas ganz Besonderes. Ich war überglücklich, als ich dann meinen ersten Treffer erzielen konnte.
WERDER.DE: Du hast beim Buxtehuder SV sogar schon Einsätze in der 1. Bundesliga gehabt. Warum der Wechsel zu Werder?
Lotta Heinrich: Trotz der Einsätze: Zur 1. Liga ist es für mich noch ein Riesenschritt. Es ist wichtig, dass ich viel spielen kann und lerne, Verantwortung zu übernehmen. Mit Patrice haben wir einen super Trainer, in jedem Training inehme ich Neues auf und komme einen Schritt nach vorne.
WERDER.DE: Es war also die richtige Entscheidung?
Lotta Heinrich: Auf jeden Fall! Man kann den Buxtehuder SV und Werder auch nicht vergleichen. Bei Werder ist alles sehr familiär, ich war sogar schon bei den Fußballerinnen zum Grillen eingeladen. Es gibt wirklich nichts, worüber ich mich beschweren könnte.