Cara Hartstock spielt mit dem VfL Oldenburg erfolgreich in der 1. Bundesliga und hat ihren Vertrag gerade erst bis 2018 verlängert. In dieser Saison verstärkt die sympathische Kreisläuferin unsere Grün-Weißen per Zweitspielrecht.
Cara Hartstock spielt mit dem VfL Oldenburg erfolgreich in der 1. Bundesliga und hat ihren Vertrag gerade erst bis 2018 verlängert. In dieser Saison verstärkt die sympathische Kreisläuferin unsere Grün-Weißen per Zweitspielrecht.
WERDER.DE: Wie ist es zu deinem Zweitspielrecht bei Werder gekommen?
Cara Hartstock: Da ich in den letzten beiden Jahren weniger Einsatzzeit in Oldenburg hatte, wollte ich gerne Spielpraxis sammeln, denn das ist gerade für mich als junge Spielerin wichtig. Es passte gut, dass Werder mit nur einer Kreisläuferin gestartet ist. Ich konnte in dieser Saison leider noch nicht allzu oft mitspielen, aber ich wurde jedes Mal mit offenen Armen von der Mannschaft empfangen, obwohl ich im Training ein eher seltener Gast bin. Das ist nicht selbstverständlich.
WERDER.DE: Ein Grund für die wenigen Einsätze bei Werder ist das gute Abschneiden von Oldenburg im Europapokal. War das vor der Saison absehbar?
Cara Hartstock: Am Anfang der Saison haben sich viele Spiele von Werder mit meinen Spielen in Oldenburg überschnitten. So wäre das Doppelspielrecht sowieso erst ab Dezember richtig zum Tragen gekommen. Da wir mit Oldenburg dann bis in die Gruppenphase des Europapokals gekommen sind, war mein Terminkalender im Januar und Februar ebenfalls sehr gut mit Spielen gefüllt.
WERDER.DE: Die Belastung durch zwei Teams ist groß. Wäre ein freies Wochenende nicht auch mal schön?
Cara Hartstock: Klar wäre es das. Aber gerade beim momentanen Tabellenstand freue ich mich, wenn ich auch Werder ein bisschen helfen kann.
WERDER.DE: Mit Oldenburg bist du in Europa rumgekommen. Waren diese Spiele etwas Besonderes?
Cara Hartstock: Ja, ich finde schon. Sonst hat man in der Liga ja fast immer dieselben Gegner. Das ist im Europapokal anders. Man trifft aus Mannschaften aus verschiedensten Ländern. Diese spielen alle einen anderen Handball, und international geht es nochmal etwas härter zur Sache. So kann man Erfahrungen sammeln. Hinzu kommen das viele Reisen und die ‚englischen Wochen‘, was natürlich auch nochmal eine höhere Belastung ist, die mir aber total Spaß gemacht hat.
WERDER.DE: Du hast bereits für die deutsche Jugend- und Juniorinnen-Nationalmannschaft gespielt. Welche Erinnerungen hast du daran?
Cara Hartstock: Ich durfte bei zwei Europameisterschaften und einer Weltmeisterschaft mitspielen. Das sind natürlich Highlights, sein Land bei solchen Events zu vertreten. Es hat mir großen Spaß gemacht, dadurch bin ich auch viel in Europa unterwegs gewesen. Ich habe also viele schöne Erinnerungen an diese Zeit.
WERDER.DE: Hast du den Traum, auch mal für die A-Nationalmannschaft zu spielen?
Cara Hartstock: Klar habe ich diesen Traum, allerdings müssen dafür natürlich die Leistungen stimmen. Ich würde mich sehr freuen, allerdings sehe ich dem ganz entspannt entgegen. Zunächst sollen erstmal die Leistungen im Verein passen, und alles andere sieht man dann.
WERDER.DE: Neben dem Handball musst du dich auch um dein Studium kümmern. Bleibt da noch Zeit für etwas anderes?
Cara Hartstock: Studium, Handball und Arbeit sind zusammen sehr zeitintensiv. Man muss sich gut strukturieren können. Es bleibt eher wenig Zeit für andere Sachen. Wenn aber doch mal Zeit ist, gehe ich gerne mal ins Kino oder treffe mich mit Leuten aus der Uni auf einen Kaffee. Ich finde es wichtig, sich manchmal die Zeit zu nehmen, denn das braucht man einfach, um abzuschalten und zu entspannen. In meinem Freundeskreis wissen alle, dass ich Leistungssport betreibe, deswegen haben auch die, die nicht Handball spielen, dafür Verständnis, dass ich mal die eine oder andere Party verpasse. Ich würde diese aber nicht gegen den Handball eintauschen wollen.
WERDER.DE: Deine Schwester Sophie spielt bei Mainz 05. Seid ihr schon mal aufeinander getroffen?
Cara Hartstock: Nein, leider haben wir noch nie gegeneinander gespielt. Und noch schöner wäre es vielleicht sowieso, mal gemeinsam in einer Mannschaft zu spielen.
