"Wir müssen in jedem Spiel Vollgas geben"

Interview mit Alina Otto
Alina Otto musste früh lernen auf eigenen Beinen zu stehen (Foto: WERDER.DE)
Interview
Montag, 14.11.2016 / 08:30 Uhr

Das Interview führte Denis Geger

Linksaußen Alina Otto spricht bei WERDER.DE über ihre frühe Selbstständigkeit, die bisherige Saison und das familieneigene Spielwarenparadies.

WERDER.DE: Dein Vater besitzt ein Spielwarengeschäft, war das als Kind nicht das Paradies?

Alina Otto: "Ja es war schon ziemlich cool, gerade wenn man nach Ladenschluss noch mal durch den Laden gegangen ist."

WERDER.DE: Du hast dein Elternhaus aber bereits mit 14 Jahren verlassen und bist nach Bad Wildungen aufs Internat. Wie war diese Zeit für dich?

Alina Otto: "Die Zeit will ich nicht missen, ich würde es immer wieder so machen. Die erste Zeit war natürlich schwierig und ich hatte Heimweh, aber ich habe mich schnell daran gewöhnt. Ich bin dadurch viel schneller erwachsen geworden, mit 16 bin ich in dann auf Grund der Insolvenz des Internats in meine erste eigene Wohnung gezogen."

WERDER.DE: Du hast mit Bad Wildungen und Oldenburg schon in der 1. Liga gespielt. Wie war diese Erfahrung für dich?

Alina Otto: "Das erste Jahr in der Bundesliga mit Bad Wildungen war einfach super. Ich wurde zwar ins kalte Wasser geschmissen, da wir einige Verletzungen und Abgänge in der Mannschaft hatten, aber dadurch konnte ich viele Erfahrungen sammeln. Die zwei Jahre in Oldenburg haben mich auch sehr weit gebracht, doch leider habe ich mir in dieser Zeit das Kreuzband gerissen."

Alina Otto hat bereits Bundesligaerfahrung gesammelt (Foto: hansepixx.de)

WERDER.DE: Bleibt dein Ziel die 1. Liga?

Alina Otto: "Ja, mit Werder Bremen natürlich. Generell ist es aber so, dass mein Studium sich dem Ende neigt und ich mich beruflich orientieren muss. Das Gesamtpaket aus Beruf und Handball muss halt einfach stimmen und da bin ich bei Werder super zufrieden."

WERDER.DE: Wenn man das hört, denkt man du gehörst du den älteren in der Mannschaft, du bist aber die jüngste Spielerin im Kader. Hast du dadurch besondere Aufgaben?

Alina Otto: "Das ist bei uns ganz human. Dieses Jahr bin ich der Musikwart."

WERDER.DE: Gibt es denn Beschwerden bei der Musikauswahl?

Alina Otto: "Es ist immer schwierig alle Geschmäcker unter einen Hut zu bekommen, die einen hören mehr Rock, die anderen mehr House... Wenn aber jemand einen Musikwunsch hat, dann nehme ich den immer gerne mit auf."

WERDER.DE: Es gibt auch Menschen, die werden nur bei ihrem Nachnamen genannt, hörst du öfters Alina oder Otto?

Alina Otto (lacht): "Letzte Saison hatten wir noch eine zweite Alina (Alina Schneider) in der Mannschaft und da ich die jüngere war habe ich das große Los gezogen und wurde nur noch Otto gerufen. Aber das ist okay, ich hab kein Problem damit."

WERDER.DE: Bei Werder war die Saison bisher durchwachsen. Gerade bei den Auswärtsspielen klappt es noch nicht so gut. Gibt es einen Grund dafür warum es auswärts nicht so gut klappt wie zuhause?

Alina Otto: "Wenn man die eigenen Fans im Rücken hat, ist es einfach ein ganz anderes Gefühl. Auswärts ist es immer etwas anders, weil man diese Unterstützung nicht hat. Das ist aber kein Grund hinter dem wir uns verstecken dürfen, genauso wenig können wir uns nicht hinter unserem Alter verstecken. Im Spiel gegen Lintfort waren wir einfach nicht bissig genug. Wir müssen in jedem Spiel Vollgas geben, da ist es egal ob man auswärts oder zuhause spielt."

WERDER.DE: Was klappt denn diese Saison bislang gut und woran müsst ihr noch arbeiten?

Alina Otto: "Ich glaube in der Deckung können wir uns noch steigern, da stimmt die Abstimmung noch nicht. Was gut klappt ist unser Tempospiel, wenn wir mit genug Druck kommen, dann kommen wir auch zum Torerfolg. Eine weitere Stärke ist auch unser Zusammenhalt im Team."

WERDER.DE: Als Außenspielerin ist man viel auf seine Mitspieler angewiesen. Ärgert man sich, wenn man die ganze Zeit hin und her rennt und dann "übersehen" wird?

Alina Otto: "Natürlich ärgere ich mich im Spiel darüber. So was passiert aber und solange der Angriff zum Torerfolg führt, macht es letztendlich nichts aus."

 

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