Wieder Kreisläuferin? "Nein, Danke"

Alexandra Meyer im Interview
Alexandra Meyer bildet mit Meike Anschütz das Torhüter-Gespann bei Werder (Foto: Hansepixx)
Interview
Montag, 24.04.2017 / 10:48 Uhr

Das Interview führte Denis Geger

Seit 2015 spielt Alexandra Meyer für die Grün-Weißen und bildet in dieser Saison das Torhüter-Gespann gemeinsam mit Meike Anschütz. Im Interview mit WERDER.DE spricht Alex über ihren Weg ins Handball-Tor, die Herausforderung Werder Bremen und Nationalspielerin Dinah Eckerle. 

WERDER.DE: Alex, du hast mal in einem Interview gesagt, dass du zum Handball gekommen bist, weil dein Vater nicht wollte, dass du Fußball spielst, da der Sport zu hart ist. Sieht er das immer noch so?

Alexandra Meyer: Ja, schon. Auch wenn ich jetzt immer mit blauen Flecken nach Hause komme. Meine ganze Familie ist aber bei fast jedem Spiel dabei und stolz auf mich.

WERDER.DE: Du hast bis zur C-Jugend auch am Kreis gespielt. Warum hast du dich letztlich für die Torhüterposition entschieden?

Alexandra Meyer: Unsere Torhüterin war oft krank, und weil ich die Größte war, musste ich dann ins Tor (lacht). Ich habe mich nicht allzu blöd angestellt, und es hat mir auch irgendwann gefallen.

WERDER.DE: Aber nicht, weil es im Tor weniger weh tut?

Alexandra Meyer: (lacht) Nein. Und auch nicht, weil man weniger laufen muss…

WERDER.DE: Würdest du noch mal den Schritt zurück an den Kreis machen?

Alexandra Meyer: Nein, danke, definitiv nicht! Gerade wenn ich sehe, was Nele bei uns alles einstecken muss...

WERDER.DE: Du hast für den VfL Oldenburg bereits in der ersten Liga gespielt und wurdest zur Jugend- Nationalmannschaft eingeladen. Gibt es einen Moment in deiner bisherigen Karriere, der für dich einen besonderen Stellenwert hat?

Alexandra Meyer: Ja, mein erstes Bundesliga-Spiel. Als ich eingewechselt wurde, war ich so nervös und aufgeregt. Und dann habe ich gleich den ersten Ball gehalten, das werde ich nie vergessen.

WERDER.DE: 2014 bist du nach Mainz in die zweite Liga gegangen, aber nach kurzer Zeit wieder nach Oldenburg zurückgekehrt. Was waren die Gründe?

Alexandra Meyer: Das Team und das Umfeld in Mainz waren super, doch ich habe Heimweh bekommen, und mit dem angestrebten Studium hat es nicht geklappt. Da habe ich gemerkt, dass es noch etwas anderes außer Handball gibt. Ich habe dann in Oldenburg meine Ausbildung zur Erzieherin begonnen. Dass ich mit dem Handball beim VfL Oldenburg so schnell wieder einsteige, war damals eigentlich auch nicht geplant.

WERDER.DE: 2015 bist du zu Werder gekommen. War es die richtige Entscheidung?

Alexandra Meyer: Ja, definitiv. In der zweiten Liga zu spielen, ist toll. Und ich hätte es mir eigentlich nicht erträumt, nochmal so hoch hier in Heimatnähe spielen zu dürfen. Die Mannschaft und das Umfeld sind sehr gut, ich bin total zufrieden.

WERDER.DE: Du bildest gemeinsam mit Meike Anschütz das Torhüter-Gespann. Sehr ihr euch eher als Team oder als Konkurrenz?

Alexandra Meyer: Wir verstehen uns sehr gut und harmonieren gut miteinander. Es ist menschlich eines der besten Gespanne, das ich bisher mit einer anderen Torhüterin gebildet habe. Klar möchte jeder spielen. Wir stellen uns aber in den Dienst der Mannschaft. Denn ich denke, es ist wichtig, dass man als Torhüter-Team das Beste herausholt.

WERDER.DE: Wie wichtig ist für dich ein Torwart-Trainer oder eine Torwart-Trainerin?

Alexandra Meyer: Sehr wichtig, gerade weil ich ein kopfgesteuerter Mensch bin. Für mich ist es gut, wenn jemand an der Seite steht und mir Tipps gibt.

WERDER.DE: In der Rückrunde habt ihr euch als Mannschaft größtenteils stark präsentiert. Was ist jetzt anders als in der Phase vor Weihnachten?

Alexandra Meyer: Wir sind noch mehr zu einer Einheit geworden. Uns wurde gerade in der Zeit nach Weihnachten noch einmal bewusst, wie eng es wirklich im Abstiegskampf ist und dass wir alle an einem Strang ziehen müssen, um nicht abzusteigen.

WERDER.DE: Wie ist es für dich, auf ehemalige Mitspielerinnen zu treffen?

Alexandra Meyer: Ich freue mich meistens. Ich finde es spannend zu sehen, wie sich andere weiterentwickelt haben. Manchmal kennt man die Lieblingsecke seiner Gegenspielerin und hält dann einen Ball. Aber es geht auch anders herum, dass die Feldspielerin einen ganz schön auflaufen lässt (lacht).

WERDER.DE: Du hast mit Dinah Eckerle, jetzt beim Thüringer HC, in der Jugend-Nationalmannschaft gespielt. Sie ist heute A-Nationalspielerin…

Alexandra Meyer: Natürlich verfolgt man die Karrieren der anderen und denkt daran, dass man früher in etwa auf dem gleichen Level gespielt hat. Doch es gibt Zeiten und Prioritäten, die dann auch einiges verändern. Ich bin mit dem, was ich erreicht habe, zufrieden und freue mich darüber, dass ich sagen kann, mal mit einer Spielerin wie Dinah Eckerle zusammen gespielt zu haben.

 

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