Überraschender Erfolg für die Zweitliga-Handballerinnen des SV Werder Bremen: Das Team von Trainer Patrice Giron setzte sich beim TSV Haunstetten mit 21:20 (13:8) durch.
Überraschender Erfolg für die Zweitliga-Handballerinnen des SV Werder Bremen: Das Team von Trainer Patrice Giron setzte sich beim TSV Haunstetten mit 21:20 (13:8) durch.
Es war die weiteste Auswärtsfahrt für die Grün-Weißen in dieser Saison: 720 Kilometer Busfahrt bis nach Augsburg mussten absolviert werden, um zu dieser Partie anzutreten. Doch die Reisestrapazen schüttelte das Team einfach ab. Trainer Giron hatte seine Spielerinnen zudem hervorragend auf die Spielweise des bis dato Tabellendritten aus Haunstetten eingestellt, und die Mannschaft setzte die taktischen Vorgaben mit beeindruckender Disziplin um.
Ehe die Gastgeberinnen richtig ins Spiel gefunden hatten, führte der SV Werder mit 13:5 (21. Minute) und zeigte sich bis dahin nicht nur im Angriff treffsicher, sondern war defensiv kaum zu überwinden. In der Folgezeit jedoch riss der Faden bei den Grün-Weißen, und Haunstetten kam besser in die Begegnung. Neun torlose Minuten der Gäste führten zum 8:13-Halbzeitstand. "Wir haben uns nach der hohen Führung schwer getan und etwas unsere Linie verloren", gab Giron zu.
Zwar stand die Abwehrreihe mit der überragenden Torhüterin Alexandra Meyer auch im zweiten Durchgang sicher, doch im Angriff gelang nicht mehr viel. Die Folge: Haunstetten kämpfte sich erst heran und ging beim 18:17 (51. Minute) sogar in Führung. "Den Vorsprung einzubüßen, war mental keine leichte Situation für uns", wusste Giron. "Wie die Mannschaft das bewältigt und dann in der Schlussphase noch einmal alle Kräfte mobilisiert hat, verdient allergrößten Respekt." Jennifer Börsen und Merle Heidergott warfen ihr Team wieder in Führung. Katrin Friedrich erzielte schließlich zwei Minuten vor dem Abpfiff das entscheidende 21:20. Die weiteren Angriffe der beiden Teams brachten nichts mehr ein.
"Dieser Sieg ist eine Riesensache für uns", freute sich Trainer Giron. "Die Mannschaft hat gesehen, dass selbst die weiteste Auswärtsfahrt mit zwei Punkten belohnt werden kann." Mit diesem Erfolg verkürzten die Grün-Weißen den Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz auf zwei Zähler und gehen mit Rückenwind in das schwere Heimspiel gegen Bundesliga-Absteiger Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern, der am Samstag, 06.02.2016, um 18.30 Uhr mit einem aus internationalen Spielerinnen zusammengestellten Kader in der Klaus-Dieter-Fischer-Halle zu Gast ist.
Für den SV Werder spielten in Haunstetten: Meike Anschütz, Alexandra Meyer - Jennifer Börsen (8), Merle Heidergott (5/1), Katrin Friedrich (4/1), Marilena Niemann (3), Nele Osterthun (1), Birthe Barger, Kim-Anna Heidorn, Lena Janssens, Alina Otto, Alina Schneider
