Die Handballerinnen des SV Werder Bremen haben in der 2. Bundesliga ihren Aufwärtstrend der vergangenen Wochen bestätigt und das Heimspiel gegen den bisherigen Tabellendritten HC Rödertal unerwartet deutlich mit 34:25 (17:15) gewonnen.
Die Handballerinnen des SV Werder Bremen haben in der 2. Bundesliga ihren Aufwärtstrend der vergangenen Wochen bestätigt und das Heimspiel gegen den bisherigen Tabellendritten HC Rödertal unerwartet deutlich mit 34:25 (17:15) gewonnen.
Vor allem die Leistung in der zweiten Halbzeit gehörte zum Besten, was die Grün-Weißen in dieser Saison bisher aufs Spielfeld gebracht hatten. Auch wenn Werder-Trainer Patrice Giron dieses Lob nur indirekt aussprechen wollte: "Ich würde mich freuen, wenn wir es in den nächsten Spielen schaffen, eine solche Leistung wieder abzurufen", sagte er schmunzelnd. Von Beginn an präsentierte sich seine Mannschaft hoch motiviert, zielstrebig und ließ keinen Zweifel daran, dass sie den dritten Sieg in Folge einfahren wollte. Die Gäste kamen dagegen schon in der Anfangsphase häufig einen Schritt zu spät. Rabea Neßlage per Siebenmeter, Jennifer Börsen und Alina Otto sorgten bereits nach drei Minuten für eine 3:0-Führung.
Zwar kämpfte sich Rödertal in der Folgezeit heran und ging beim 12:13 (21. Minute) und beim 13:14 (22.) sogar zwei Mal in Führung. Doch die Werderanerinnen hatten noch vor dem Seitenwechsel die richtige Antwort parat. Wenige Sekunden vor dem Pausenpfiff erzielte Jennifer Börsen das 17:15. Es war ein klares Signal für die zweite Halbzeit. Die Defensive der Grün-Weißen mit der starken Torhüterin Charlotte Schumacher ließ in den ersten 15 Minuten nach der Pause nur drei Gegentreffer zu. Ein 10:3-Lauf bescherte den Grün-Weißen bis zur 47. Minute einen vorentscheidenden 27:18-Vorsprung. Diesen Neun-Tore-Abstand verwaltete das Team souverän und gab ihn bis zum 34:25 am Ende nicht mehr her. Die Gäste beschäftigten sich da längst mit anderen Dingen, monierten zum Beispiel das Spielgerät, und ergaben sich in ihr Schicksal.
"Was unsere Mannschaft seit dem Jahreswechsel leistet, ist einfach großartig", lobte Giron. "Wir wussten immer, wozu die Spielerinnen im Stande sind, und haben daran auch geglaubt, als es nicht so gut lief. Im Moment rufen wir unsere Möglichkeiten in den richtigen Momenten sehr gut ab, sind unglaublich fokussiert und belohnen uns dafür mit wichtigen Punkten."
Werders Handballerinnen kletterten durch diesen Sieg auf Rang zwölf, liegen einen Zähler vor der FSG Mainz 05/Budenheim und stehen zum ersten Mal im Jahr 2016 auf einem Nichtabstiegsplatz. Doch das ist nicht alles: Der Rückstand auf die TG Nürtingen und den BSV Sachsen Zwickau beträgt jeweils nur einen Punkt. Nach Zwickau reisen die Grün-Weißen am nächsten Spieltag. Die Partie beim vor der Saison hoch gehandelten BSV Sachsen wird am Samstag, 05.03.2016, um 17.00 Uhr angepfiffen.
Für den SV Werder spielten gegen Rödertal: Charlotte Schumacher, Meike Anschütz (n. e.), Alexandra Meyer (n. e.) – Merle Heidergott (8), Jennifer Börsen (5), Birthe Barger (4), Nele Osterthun (4), Rabea Neßlage (4/4), Katrin Friedrich (3), Marilena Niemann (3), Alina Otto (2), Alina Schneider (1), Kim-Anna Heidorn, Lena Janssens (n. e.)
