Werder fand schwer in die Begegnung gegen Trier. In den ersten drei Angriffen konnte man keinen Torerfolg verbuchen. Der erste Treffer für die Grün-Weißen gelang Jennifer Börsen in der 5. Spielminute zum 1:2. Doch auch dieser ließ den Knoten nicht platzen. Insbesondere Triers Torhüterin Jessica Kockler erwischte einen Sahnetag und ließ die Bremerinnen verzweifeln. Bis zur 14. Spielminute hatten sich die Gäste bereits auf 3:9 abgesetzt und zwangen Werder Trainer Giron zur ersten Auszeit.
Doch auch die Auszeit zeigte kaum Wirkung. Technische Fehler und Schwächen im Abschluss sorgten dafür, dass man den Abstand zunächst nicht verringern konnte. Erst ein kleiner Zwischenspurt zwischen der 21. und 24. Spielminute von 7:14 auf 10:14 sorgte für einen Impuls im Bremer Team. Werder zwang die Gäste zu einer Auszeit und war nun besser im Spiel.
Die Trierer Miezen wurden aber nicht nervös und blieben ihrer Linie treu. So ging es mit einem 14:20 Rückstand aus Sicht der Grün-Weißen in die Pause.
Auch im zweiten Durchgang ließen sich die Gäste von der Mosel nicht aus dem Tritt bringen. Die Deckung der Bremerinnen zeigte sich zu löchrig, Trier bekam immer wieder eine Spielerin freigespielt, die dann einnetzte oder nur per Foul gestoppt werden konnte.
Durch eine gute Leistung von Alexandra Meyer im Tor und Jennifer Börsen im Angriff konnte Bremen zwar noch einmal auf 23:27 verkürzen, doch mit drei Treffern in Folge konnte sich Trier vorentscheidend auf 23:30 (49.) absetzen.
In der Schlussphase gab Werder nicht auf, konnte aber nicht mehr verkürzen. Trier gelang es sogar die Führung zwischenzeitlich auf 10 Treffer auszubauen. Am Ende musste sich der SV Werder den Trierer Miezen mit 29:38 geschlagen geben. Doch das Ergebnis ist kein Grund um den Kopf in den Sand zu stecken, dass sieht auch Nele Osterthun so, "wir haben uns von Niederlagen noch nie unterkriegen lassen". Die Chance zur Wiedergutmachung gibt es schon in der nächsten Woche im Heimspiel gegen Zwickau.
SV Werder Bremen
Anschütz; Meyer - Heidergott (9/5), Börsen (6), Friedrich (3), Osterthun (3), Heinrich (2), Barger (2), Niemann (2), Neßlage (1), Janssens (1), Otto
DJK/MJC Trier
Kockler; Eckelt - Varga (11/5), Weibelova (9), Müller (6), Knoroz (5), Czanik (3), Petrovska (2), Constantinescu (1), Welter (1)