Es zeigte sich gleich zu Beginn, dass beide Defensivreihen in diesem Spiel ordentlich zu Werke gehen würden. Die Grün-Weißen benötigten aber eine kurze Anlaufphase um ins das Spiel zu kommen. Die ersten Angriffe wurden leichtfertig hergeschenkt, sodass man plötzlich einem 0:3 Rückstand hinterher lief. Beim 4:5 durch Alina Otto (9.) war der Anschluss hergestellt. Trotz der guten Deckung gelang es Werder nicht, ins Tempospiel zu kommen. Aus dem Positionsangriff heraus erzeugte der Rückraum um Merle Heidergott, Rabea Neßlage und Marilena Niemann zu wenig Druck. Rödertal erkämpfte sich in der Deckung ein ums andere Mal den Ball und konnte sich auf 5:11 (19.) absetzen. Die Führung behielten die Hausherrin bis zum 8:13 Pausenstand.
Der SVW kam aber gut aus der Pause und konnte durch zwei Treffer von Lotta Heinrich auf 10:13 (33.) verkürzen. Die Deckung der Bremerinnen stand sicher und bis zum 15:17 (41.) war Werder sogar auf zwei Treffer dran, doch in der Folge wurden zu viele klare Chancen ausgelassen. Verwandelte Rabea Neßlage in der Vorwoche noch acht von acht Siebenmetern traf sie gegen Rödertal nur bei einem von drei Versuchen vom Strich. Insgesamt verworfen die Bremerinnen gleich vier Siebenmeter. Rödertal nutzte die sich bietenden Chancen und zog auf 19:25 (53.) davon. Zwar konnte Werder in der Schlussphase noch auf 24:28 verkürzen, doch mehr als Ergebniskosmetik war das nicht mehr.
Werder-Trainer Patrice Giron war am Ende aber nicht unzufrieden mit dem Spiel: "Uns war wichtig, dass unsere Abwehrarbeit gut geklappt. Wir haben mit viel Engagement verteidigt, diese Einstellung muss die Grundlage für die kommenden Wochen sein."
Durch die vierte Auswärtsniederlage in dieser Saison rutscht Werder auf den 12. Tabellenplatz ab und hofft dieses kleine Tiefe beim kommenden Heimspiel gegen Haunstetten zu beenden. "In der letzten Woche lag der Fokus auf der Abwehrarbeit, diese wollten wir nachhaltig stärken. Jetzt können wir uns technisch und taktisch noch einmal weiterentwickeln und fokussiert an die kommenden Aufgaben herangehen", so Giron.
SV Werder Bremen
Meyer, Anschütz - Heinrich (5), Neßlage (4/1), Börsen (3), Niemann (3), Otto (3), Janssens (3), Heidergott (2/1), Barger (1), Osterthun
HC Rödertal
Hubald, Rammer - Markeviciute (8/7), Preis (5), Nagy (3), Frankova (3), Ostwald (2), Spielvogel (2), Selmeci (2), Jäger (2), Nepolsky (1)