Dabei verlief der Start noch recht gut für den SVW. Bis zum 5:4 (8.) hatte man die Nase vorn, doch das blieb die letzte Führung im Spiel. Werder blieb acht Minuten lang ohne Treffer und geriet mit 5:9 ins Hintertreffen. "Teilweise haben wir unsere Chancen fahrlässig vergeben", so Giron ziemlich angefressen nach dem Spiel. Es waren die einfachen Fehler, die den Trainer zur Verzweiflung brachten. Nicht nur in der Offensive vergab man beste Chancen, sondern lud den Gegner auch in der Defensive Phasenweise zum Tore werfen regelrecht ein. So ging es mit einem 11:16 in die Halbzeitpause, in welcher der Trainer deutliche Worte fand.
Der Mannschaft war es bewusst, dass es alleine an der eigenen Leistung und den eigenen Fehlern lag, warum der Gegner die Oberhand hatte. Werder steigerte sich im zweiten Durchgang und konnte durch Katrin Friedrich auf 18:20 (40.) verkürzen. Beim 22:23 (47.) konnte Rabea Neßlage per Siebenmeter sogar den Anschlusstreffer erzielen. Danach gelangen den Gastgebern aber drei Treffer in Folge und der SVW rannte wieder einem vier Tore Rückstand hinterher. "Wir dürfen uns solche Schwankungen im Spiel einfach nicht erlauben", so Giron, der darin einen Rückschritt seiner Mannschaft sieht, "ich hatte gehofft, dass wir über den Punkt hinweg sind wo uns das passiert". Werder kam zwar noch einmal auf zwei Treffer heran, doch die dritte Zeitstrafe gegen Nele Osterthun (54.) brachte die Grün-Weißen um die Chance die Schlussphase noch einmal spannend zu gestalten.
"Wenn wir im kollektiv besser und früher verteidigen bekommen wir gar nicht so viele Zeitstrafen", monierte der Trainer, der die Fehler ganz klar bei sich und seiner Mannschaft sucht, "Wir hatten uns viel mehr vorgenommen, waren aber nicht fokussiert genug". Nach der 25:29 Niederlage ist die Mannschaft mit 6:8 Punkten auf Platz 10 in der Tabelle abgerutscht und reist am kommenden Samstag zum nächsten Auswärtsspiel. Mit dem HC Rödertal wartet eine Mannschaft auf Werder, die zu den Top-Teams der Liga zählt.
SV Werder Bremen
Anschütz, Meyer - Neßlage (10/8), Niemann (4), Heidergott (2), Friedrich (2), Heinrich (2), Otto (2), Osterthun (1), Janssens (1), Börsen (1), Barger
TuS Lintfort
Groetelers, Hillers - Vandewal (11/5), Klein (6), Butzen (5), van den Broek (5), Huijsmans (2), Dings, Legermann, Lambertz, Willing, Bensch, Taxeira da Silva, Feldstedt,