Das Spiel hatte es von Beginn an in sich, bis zum 3:3 (7.) war die Begegnung ausgeglichen. Dann konnte Kleenheim aber die Führung übernehmen und sich auf 4:7 (10.) absetzen. Werder zeigte sich aber völlig unbeeindruckt. Ein Doppelschlag von Marilena Niemann und sogar ein Dreierpack von Katrin Friedrich brachte die Grün-Weißen mit 9:7 (13.) in Front. Doch die Gastgeberinnen ließen sich nicht abschütteln und machten selbst fünf Treffer in Folge und so wechselte die Führung wieder und Werder sah sich mit 9:12(20.) im Hintertreffen. Beim 14:14 (29.) war der Ausgleich aber wieder hergestellt und in den letzten 80 Sekunden des ersten Durchgangs fielen sogar noch drei weitere Treffer. Zunächst brachte Leonie Nowak Kleenheim wieder in Führung doch Merle Heidergott und Alina Otto kurz vor dem Pausenpfiff sorgten für die 16:15 Pausenführung des SVW.
Zu Beginn des zweiten Durchgang gab es zunächst mehr Zeitstrafen als Tore. Zunächst erwischte es Lotta Heinrich (31.) auf Seiten des SV Werder, die Überzahl konnte Kleenheim aber nicht nutzen, Katrin Friedrich erzielte den ersten Treffer der zweiten Halbzeit per Siebenmeter in Unterzahl (17:15 32.). In einer 5 gegen 4 Überzahl kam Kleenheim dann per Siebenmeter durch Franziska Ringleb zum 17:17 (35.) Ausgleich. Die Partie blieb nun ausgeglichen, beim Stand von 21:21 (48.) zog Patrice Giron die Grüne Karte und nutzte die Auszeit um nochmal neue Impulse zu setzen. Doch Kleenheim übernahm die Führung und setzte sich auf 21:24 (52.) ab. Werder steckte aber nicht auf und kämpfte weiter umdie ersten Auswärtspunkte der Saison. Werder verkürzte in Überzahl von 22:26 auf 24:26 (56.) und zwang Kleeheim zum Team-Timeout. Werder nutzte aber die Überzahl-Situation und kam durch den 11. Treffer von Katrin Friedrich zum 25:26 (57.) Anschluss.
Nun entwickelte sich eine spannende Schlussphase. Erst erzielte Merle Heidergott den 26:26 Ausgleich, dann zeigte die Uhr noch 1:07 Minuten Restspielzeit als Ringleb die SG Kleenheim wieder in Führung brachte. Wieder konnte Werder durch Heidergott 55 Sekunden vor dem Ende ausgleichen. 16 Sekunden vor dem Ende brachte Tanja Schorradt den Gastgeber wieder mit 27:28 in Front, doch die verbleibenden Sekunden reichten Werder noch für einen Angriff. Wieder war es Heidergott die sich in die Deckung stürzte und nur per Foul gestoppt werden konnte. Den fälligen Siebenmeter verwandelte Rabea Neßlage 4 Sekunden vor dem Ende zum 28:28 Endstand.
"Am Ende überwiegt die Freude", so Giron nach dem Spiel. "Wir haben an unsere Stärken geglaubt und uns am Ende belohnt", war Giron sichtlich erleichtert das es am Ende zum ersten Auswärtszähler gereicht hat. Wobei er auch glaubt das vielleicht mehr drin gewesen wäre. "Wir haben die Führung Anfang der zweiten Halbzeit etwas leichtfertig aus der Hand gegeben, dass Spiel ist durch die Zeitstrafen etwas hektisch geworden", so Giron, der aber auch anmerkt das es "kein hartes Spiel" war. Am kommenden Wochenende trifft Werder zu Hause auf die HSG Hannover-Badenstedt und hofft das letzte Spiel des Jahres mit einem Erfolgserlebnis zu beenden.
SV Werder Bremen
Anschütz; Meyer - Friedrich (11/4), Heidergott (5), Niemann (3), Neßlage (3/3), Heinrich (2), Janssens (1), Osterthun (1), Börsen (1), Otto (1), Hartstock
SG Kleenheim Sölva; Weinecker; Tornow - Schulz (6), Schorradt (5), Jensen (5/1), Reeh (4/1), Wagner (4), Nowak (2), Ringleb (2/1), Tietböhl, Euler