Die Anfangsphase gestaltete sich ausgeglichen zwischen den beiden Mannschaften. Das lag zum einen an der stark aufgelegten Alexandra Meyer im Tor der Grün-Weißen und zum anderen an dem Pech ihrer Vorderleute die nur das Aluminium trafen. So brauchte es auch einen Moment bevor der Torreigen gestartet wurde. Den ersten Treffer der Begegnung erzielten die Gäste durch Isabelle Dölle, doch Werder glich postwendend durch Merle Heidergott aus. Beim 6:4 (11.) durch Marilena Niemann konnte Werder erstmals mit zwei Treffern in Führung gehen und diese bis auf 11:7 (21.) ausbauen. Hannover blieb aber dran und ließ sich nicht abschütteln. Beim 13:12 (28.) waren die Gäste wieder auf einen Treffer an die Bremerinnen dran. Werder gab die Führung kurz vor dem Pausenpfiff sogar noch aus der Hand, als Isabelle Dölle zum 15:15 Pausenstand traf.
Die zweite Halbzeit begann wieder ausgeglichen, Werder legte vor und Hannover glich zunächst wieder aus. Beim 18:19 (38.) durch Jana Pollmer wechselte die Führung zu Gunsten der HSG. Doch drei Treffer in Folge zum 21:19 (42.) für den SVW sorgten erstmals für eine zwei Tore Führung im zweiten Durchgang. Alexandra Meyer erwies sich als sicherer Rückhalt im Bremer-Tor, Werder kam zu seinem Tempospiel und konnte die Führung auf 24:20 (46.) ausbauen und zwang Gäste-Trainer Marotzke zur Auszeit. Die Auszeit brachte Hannover allerdings nicht zurück ins Spiel. Werder zwang den Gegner zu Fehlern und lies die HSG nicht näher herankommen. Im Angriff lief Merle Heidergott zur Hochform auf und brachte die Grün-Weißen mit 27:22 (52.) in Führung.
In den letzten fünf Minuten stellte Hannover auf eine offene Manndeckung um, doch Marilena Niemann erstickte die letzte Hoffnung von Hannover schnell im Keim, sie erhöhte auf 30:25 (56.) und holte eine Zeitstrafe heraus. Katrin Friedrich setzt dann in der Partie den Schlusspunkt zum 33:28 Erfolg für die Bremerinnen, die nach sieben Spielen ohne Sieg am Ende über zwei Punkte jubeln konnten.
Patrice Giron zeigte sich nach der Partie völlig zufrieden und lobte vor allem seine Defensive. "Die Abwehr war der Schlüssel zum Erfolg, wir haben hellwach verteidigt und Alex Meyer war ein sicherer Rückhalt". Im Angriff wurden die Vorgaben der Trainingswoche von seiner Mannschaft sehr gut umgesetzt. "Wir haben uns natürlich auf Hannovers-Deckung eingestellt und strukturiert unsere Angriffe durchgezogen. Auch nach dem 15:15 zur Pause oder dem 18:19 haben wir uns nicht aus der Ruhe bringen lassen", so der Bremer-Trainer. Werder verbessert sich mit nun 10:18 Punkten auf Platz 13 in der Tabelle, wo die Mannschaften weiterhin sehr dicht beieinander liegen.
SV Werder Bremen
Meyer, Anschütz - Heidergott (12), Niemann (8), Neßlage (4/2), Osterthun (4), Börsen (2), Janssens (2), Friedrich (1), Heinrich, Hartstock, Otto, Barger
HSG Hannover-Badenstedt
Schierholz, Frieda - Rast (7/4), Pollmer (6/1), Dölle (5), Dybul (4), Neuendorf (3), Düvel (2), Defayay (1), Pollakowski, Seehausen, Gerber, Pollex, Heilmann, Tvrdonova