Die Handballerinnen des SV Werder Bremen haben in der 2. Bundesliga ein deutliches Lebenszeichen gesendet: Gegen die SG H2Ku Herrenberg gewann die Mannschaft von Trainer Patrice Giron mit 31:29 (13:14)
Die Handballerinnen des SV Werder Bremen haben in der 2. Bundesliga ein deutliches Lebenszeichen gesendet: Gegen die SG H2Ku Herrenberg gewann die Mannschaft von Trainer Patrice Giron mit 31:29 (13:14)
Im ersten Heimspiel des Jahres boten die Grün-Weißen eine starke Leistung und schafften zum ersten Mal nach dem Aufstieg in die neue Spielklasse einen Sieg gegen ein Team aus der oberen Tabellenhälfte. "Die Mannschaft hat eine starke Reaktion auf die hohe Niederlage in Trier gezeigt", lobte Trainer Giron seine Spielerinnen. Zwar lief nicht von Beginn an alles rund. Zunächst war nahezu jeder Wurf der Gäste ein Treffer. Doch auch die Grün-Weißen überzeugten in der Offensive und bereiteten der Defensive der Herrenbergerinnen, die bisher die zweitwenigsten Treffer aller Teams der Liga kassierten, ungewohnte Probleme.
Insgesamt machte der Gegner im ersten Durchgang den etwas sichereren Eindruck und setzte sich nach dem zwischenzeitlichen 7:7 (16. Minute) auf 11:14 (27.) ab. Doch noch vor dem Seitenwechsel ein deutliches Signal der Werderanerinnen: Katrin Friedrich und Birthe Barger verkürzten mit ihren Treffern auf 13:14. "Alle waren unglaublich fokussiert und zielgerichtet", freute sich Giron über die tadellose Einstellung seiner Spielerinnen, die sich nach insgesamt sieben Niederlagen in Folge (darunter die hohe Pleite in Trier am Wochenende zuvor) in keiner leichten Situation befanden. "Doch wir haben diesen Druck abgeschüttelt und mit zunehmender Spieldauer an Sicherheit und Selbstvertrauen gewonnen", so Giron, dessen Team beim 18:17 durch einen Strafwurf von Jennifer Börsen (43.) erstmals die Führung übernahm. Beim 20:20 gelang Herrenberg zum letzten Mal der Ausgleich. Anschließend setzten sich die Grün-Weißen bis auf 30:26 ab. Da waren noch dreieinhalb Minuten zu spielen, und die gerieten fast noch zur Zitterpartie. Der SV Werder leistete sich einige unnötige Fehler, die Gäste erzielten 15 Sekunden vor dem Abpfiff den 30:29-Anschluss. Doch im Gegenzug machte Jennifer Börsen endgültig alles klar und belohnte die, so Giron, "tolle Teamleistung mit jeder Menge Herz und Kampfgeist".
Da auch die direkten Konkurrenten punkteten, haben die Grün-Weißen (mit jetzt 9:21 Zählern) in der Tabelle weiterhin vier Zähler Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. Doch Giron weiß: "Mit einer Leistung wie gegen Herrenberg werden wir in den nächsten Wochen weiter punkten." Am kommenden Samstag, 23.01.2016, um 18.30 Uhr beginnt für seine Mannschaft die Rückrunde mit einem weiteren Heimspiel. Dann stellt sich der TV Beyeröhde, derzeit mit 15:15 Punkten auf Rang neun, in der Klaus-Dieter-Fischer-Halle vor. Es ist eine von insgesamt neun Begegnungen in eigener Halle in der Rückrunde, denen noch sechs Auswärtsreisen gegenüberstehen.
Für den SV Werder spielten gegen Herrenberg: Meike Anschütz, Charlotte Schumacher, Alexandra Meyer - Merle Heidergott (8), Jennifer Börsen (6/2), Birthe Barger (5), Katrin Friedrich (4/1), Marilena Niemann (3), Lena Janssens (2), Nele Osterthun (1), Alina Otto (1), Alina Schneider (1), Kim-Anna Heidorn
