Die Mannschaft startete zwar konzentriert in die Begegnung und führte nach fünf Minuten mit 2:0, doch danach war es mit der Konzentration vorbei. Leichtfertig wurden im Angriff hundertprozentige Chancen, auch von der Straflinie oder beim Gegenstoß, vergeben. Dies ermöglichte dem Gegner TSG Burg Gretesch schnelle Konter und einfache Tore über die erste und zweite Welle. Bis zum 5:5 in der 12. Minute war die Partie noch ausgeglichen, anschließend zeigte Gretesch jedoch eindeutig den größeren Kampf- und Siegeswillen. So zogen sie über 5:8; 6:11 und 7:17 auf den Halbzeitstand von 8:17 davon.
Wer damit rechnete, dass die Werder-Juniorinnen nun zumindest kämpferisch dagegen halten wollten, wurde enttäuscht. Die Torausbeute in der zweiten Hälfte war besser - allen voran bei Jessica Repty, die neun von ihren elf Toren in den zweiten 30 Minuten warf. Doch wurde fast jeder Gegenangriff von Burg Gretesch hingenommen. Über die Stationen 11:21; 15:24, 22:30 siegte das Team aus Osnabrück schließlich absolut verdient mit 23 zu 32 Toren.
"Ich bin sehr enttäuscht über die Vorstellung unserer Mannschaft, denn wir sind sehr zuversichtlich in die Partie gegangen. Unsere Torhüterinnen taten mir schon leid, denn sie wurden ziemlich allein gelassen", sagte Maike Balthazar. Erfreulich war dagegen die Rückkehr von Hanna Böntgen, die nach fast zwei Jahren Verletzungspause endlich wieder ihre ersten Spielminuten erhielt und auch gleich ein Tor erzielte.
Nichtsdestotrotz heißt es in dieser Trainingswoche an den Fehlern zu arbeiten und vor allem das kämpferische Potential zu wecken. Denn der nächste Gegner am Samstag heißt TV Dinklage, ein Team, das auch einen sehr robusten Handball spielt.
Es spielten: Gina Jansen, Hermine Sodji; Hadis Görgün (2), Lea Jarzembowski (2), Hanna Böntgen (1), Jonna Müller (2), Kathleen Hertes, Nicole Howe (2/1), Jessica Repty (11/3), Marie Majewski, Paula Molzahn (2), Eline Halama (1), Isabel Schengalz und Vicky Dlugosch