60plus blickt hinter die Kulissen der Hansewasser

Werders 60plus-Mitglieder verlebten einen interessanten Vormittag bei der Hansewasser.
WERDER BEWEGT
Donnerstag, 23.09.2010 / 16:27 Uhr

Einen interessanten Einblick in die Arbeit beim Abwasserunternehmen Hansewasser erhielten am vergangenen Dienstag Werders 60plus-Mitglieder. Im alten Pumpwerk in Findorff von Mitarbeiter Werner Meissner in Empfang genommen, erklärte der Experte anschließend was Abwasser ist, welche Materialien im Wasser schwimmen, was ins Wasser gehört bzw. nicht gehört und wie man ein Abwasserwerk betreibt.

 

So erfuhren Werders 60plusler viel Wissenswertes über den sorglosen Umgang mit Wasser in den Haushalten Bremens. Im Abwasser finden sich Abfälle wie Fahrräder, Spielzeuge und Fäkalien aber auch vermehrt Chemikalien, verursacht durch Tabletten und Waschmittel. Auf den Tag hochgerechnet fischt die Hansewasser ca. 6 Tonnen Restmüll aus dem 2.300 km langen Kanalnetz. Eine enorme Menge, wenn man die Zahl auf ein Jahr hochrechnet und jährliche 60.000 m³ Wasser gereinigt werden. Große Probleme bereiten dem Abwasserunternehmen das Wegspülen von Lebensmitteln. Durch das große Angebot an Nahrungsmittelresten und der Widerstandsfähigkeit gegenüber einem Großteil von Giftstoffen vermehrt sich die Rattenpopulation stetig. Möchte man der Statistik glauben, passen bei einer Population von 2.000.000 Tieren auf jeden Bremer Bürger drei Ratten.

 

Im Anschluss an den Vortrag durften die Werderaner das alte Pumpwerk und die gut erhaltenen Wasserpumpen besichtigen. An einem Stadtmodel von 1711 erläuterte Werner Meissner anschaulich den Umgang mit Abwässern zur damaligen zeit. So war es gang und gäbe, dass allerlei Müll und Fäkalien in der Weser entsorgt wurden und sich dadurch Krankheiten wie die Kolara in der Stadt verbreiteten.

 

Nach dem Aufenthalt im alten Pumpwerk ging es mit dem Bus nach Bremen-Farge. Dort angekommen besichtigten die Grün-Weißen die Kläranlage und bestaunten die großen Abwasserbecken. Zwischen deftigen Gerüchen erklärte Werner Meissner die einzelnen Arbeitsabläufe vom Vorklärbecken über die biologische Reinigung bis hin zu den Nachklärbecken und machte ihnen das Ausmaß und die Bedeutung der Wasserklärung für die Stadt Bremen deutlich.

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