Rauchbomben erschweren Interessenvertretung der Werder-Fans

Vorbildlich: Werder-Fans unterstützen ihren Verein. Ihre Interessen werden seit Saisonstart noch mehr in den Fokus gerückt.
WERDER BEWEGT
Dienstag, 17.08.2010 / 19:11 Uhr

Die neu gebildete Werder-Abteilung für Fan- und Mitgliederbetreuung hat enttäuscht auf das Abbrennen pyrotechnischer Erzeugnisse beim DFB-Pokalspiel in Ahlen reagiert.

Die neu gebildete Werder-Abteilung für Fan- und Mitgliederbetreuung hat enttäuscht auf das Abbrennen pyrotechnischer Erzeugnisse beim DFB-Pokalspiel in Ahlen reagiert. "Der Auftritt unserer Fans war erstklassig, sie haben die Arena gerockt, haben die Partie zum Heimspiel gemacht, aber einige Wenige haben diesen sympathischen Auftritt geschmälert", sagte die Leiterin der Fanbetreuung Julia Ebert. Besonders ärgerte sie sich über die entstehenden Hindernisse bei der Arbeit für die Werder-Fans.

"Wir versuchen seit dieser Saison die Wünsche und Interessen der Fans noch mehr in den Fokus zu rücken. So ringen wir gerade mit dem DFB darum, die Zäune im Weser-Stadion möglichst niedrig zu halten oder ganz entfallen zu lassen. Aber durch solche Auftritte nehmen uns die eigenen Anhänger die wichtigsten Argumente", erklärte Ebert am Dienstagnachmittag.

 

Besonders schwer fällt die Diskussion mit dem DFB, weil Werder inzwischen als Wiederholungstäter gilt. Ebert weiter: "Es geht doch hier nicht einmal um die hohe Strafe, die dem Klub schadet, sondern um die Entfaltungsmöglichkeiten für unsere Anhänger, die sie sich selbst mehr und mehr einschränken."

 

Um die Situation wieder zu verbessern, versucht die Fan- und Mitgliederbetreuung ihrer Arbeit mit großer Transparenz und im Dialog fortzuführen. "Nur so können wir erreichen, dass jedem klar wird, dass es nicht nur gesundheitliche Risiken oder finanzielle Konsequenzen für den Klub geht, sondern dass jeder pyrotechnische Einsatz, die Vertretung der Faninteressen nachhaltig erschwert", so Ebert, die ihre neue Aufgabe dennoch optimistisch angeht. "Es gibt genug Themen, die unseren Fans auf dem Herzen liegen. Wir wollen nicht bei der Diskussion um niedrigere Zäune im Weser-Stadion stehenbleiben. Dafür brauchen wir eine möglichst breite Rückendeckung des Fanlagers."

 

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