Vergangenen Mittwochnachmittag stand für Werders 60plus-Mitglieder eine ganz besondere Stadtteilführung auf dem Programm. Harald Klingebiel, Werder-Historiker und Stadtkenner, hatte zu einer Erkundungstour auf den Spuren des Osterdeichs eingeladen.
Vergangenen Mittwochnachmittag stand für Werders 60plus-Mitglieder eine ganz besondere Stadtteilführung auf dem Programm. Harald Klingebiel, Werder-Historiker und Stadtkenner, hatte zu einer Erkundungstour auf den Spuren des Osterdeichs eingeladen.
Trotz zwischenzeitlicher Schauer ließen es sich 21 interessierte 60plus-Mitglieder nicht nehmen, die Geschichte des Osterdeichs hautnah zu entdecken. Ungewöhnlicher Treffpunkt der Führung war der Weihnachtsladen im Schnoor. Was auf den ersten Blick verwunderlich erschien, hatte durchaus einen Grund.
In dem kleinen Laden in der Bremer Innenstadt sind Reste der alten Stadtmauer zu bewundern. Vom Schnoor aus ging es entlang des alten Osterdeichs Richtung Peterswerder.
Auf dem Weg erfuhren die Werderaner, dass ehemals mehrere Deiche existierten. Der "Punkendeich" verlief von der Deichstraße bis zum Siel am Dobben, der "Eisenradsdeich" vom Siel am Dobben bis zur heutigen Straße Am Hulsberg. Erst nach 1848 entstand der Osterdeich in seiner heutigen Gestalt und wurde zum bevorzugten Wohngebiet – zu sehen an den Villen am Straßenrand.
Alle Teilnehmer zeigten sich am Ende der Veranstaltung begeistert. Unter ihnen waren auch Anwohner, die mit eigenen Berichten die Führung bereichern konnten, gleichzeitig aber viel Neues über ihre Wohngegend lernten.
Anja Kelterborn
