Werder mit dem Julius-Hirsch-Preis ausgezeichnet

Klaus-Dieter Fischer, Präsident des SV "Werder" von 1899 e.V. und Geschäftsführer der Werder Bremen GmbH & Co KG aA, nahm die Auszeichnung aus den Händen von Bundesinnenministers a.D. Otto Schily in Empfang.
WERDER BEWEGT
Donnerstag, 20.11.2008 / 10:35 Uhr

Werder Bremen hat am gestrigen Mittwoch, 19.11.2008, den Julius-Hirsch-Preis, der alljährlich vom DFB verliehen wird, erhalten. Bei einem Festakt im "Jüdischen Museum" in Berlin wurde Klaus-Dieter Fischer...

Werder Bremen hat am gestrigen Mittwoch den Julius-Hirsch-Preis, der alljährlich vom DFB verliehen wird, erhalten. Bei einem Festakt im "Jüdischen Museum" in Berlin wurde Klaus-Dieter Fischer, Präsident des SV "Werder" von 1899 e.V. und Geschäftsführer der Werder Bremen GmbH & Co KG aA, der sich zusammen mit Vize-Präsident Dr. Hubertus Hess-Grunewald, Till Schüssler als Fanvertreter sowie den Werder-Mitarbeitern Anne-Kathrin Laufmann und Matthias Kook auf den Weg in die Bundeshauptstadt gemacht hatte, der Preis unter Anwesenheit des DFB-Präsidenten Dr. Theo Zwanziger vom Bundesinnenministers a.D. Otto Schily übergeben.

 

Werder wurde mit dem Preis für "den beeindruckendem Umfang der Maßnahmen der Anti-Diskriminierungskampagne, die gemeinsam mit dem Fanprojekt und dem Dachverband der Bremer Fan-Clubs durchführt wurde", belohnt. Mehr als 20 Einzelprojekte umfasst ein koordiniertes Maßnahmenpaket, das Schwerpunkte auf Wertevermittlung und Sensibilisierung, aber auch auf Aktionen und Öffentlichkeitsarbeit setzt. "Ich werde immer wieder gefragt, ob mich diese Auszeichnung stolz macht. Sie macht mich eher nachdenklich, da wir den Preis für eine Selbstverständlichkeit erhalten haben. Obwohl wir in einem demokratischen, offenen, freien Land wie der Bundesrepublik leben, müssen wir immer noch gegen gestriges ankämpfen", so Klaus-Dieter Fischer, der anschließend an einer Diskussionsrunde teilnahm, bei der er noch einmal einige Werder-Aktionen vorstellte und vor allem die Bedeutung des Fan-Ethik-Kodex im Zusammenhang mit den Vorfällen in Bochum unterstrich, auf die Integrationswoche "Drei Religionen – eine Welt" einging und über den FIFA-Ethik-Kodex sprach, zu dem sich alle Werder-Jugendmannschaften verpflichtet haben. Auf welch große Zustimmung Werders Initiativen treffen, wurde auch beim anschließenden Länderspiel zwischen Deutschland und England deutlich, an dessen Rande sich DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger in einem Gespräch mit Werders Geschäftsführer Manfred Müller sehr beeindruckt vom grün-weißen Engagement zeigte.

 

Der Preis in Erinnerung an den in Auschwitz ermordeten jüdischen Fußball-Nationalspieler Julius Hirsch (1892 bis 1943) war vom DFB im Jahr 2005 als eine Konsequenz aus der wissenschaftlichen Aufarbeitung der Rolle des Verbandes in der NS-Zeit gestiftet worden. Er zeichnet den Einsatz für Toleranz und Menschenwürde, gegen Extremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus aus. Neben Werder Bremen wurden auch zwei weitere Initiativen aus Düren und Leipzig mit dem Julius-Hirsch-Preis ausgezeichnet, die sich nachhaltig gegen Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit eingesetzt haben.

 

Zahlreiche Prominente aus Politik, Sport und Kultur wohnten am Mittwoch der Verleihung bei. Unter den Gästen befanden sich neben Otto Schily und Dr. Theo Zwanziger auch Charlotte Knobloch, die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Claudia Roth, die Vorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Joachim Gauck, der Vorsitzende des bundesweiten Vereins "Gegen Vergessen - Für Demokratie" und Filmemacher Sönke Wortmann. Die zahlreichen DFB-Repräsentanten wurden angeführt von Ehrenpräsident Gerhard Mayer-Vorfelder, Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff, Steffi Jones, Vorsitzende des Frauen-WM-OKs 2011 und Ex-Nationalspieler und ehemaligem Werder-Profi Marco Bode. Besonders herzlich begrüßte DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger außerdem Andreas und Matthias Hirsch, die Enkel des Preis-Namensgebers Julius.

Ihr Browser ist veraltet.
Er wird nicht mehr aktualisiert.
Bitte laden Sie einen dieser aktuellen und kostenlosen Browser herunter.
Chrome Mozilla Firefox Microsoft Edge
Chrome Firefox Edge
Google Chrome
Mozilla Firefox
MS Edge
Warum benötige ich einen aktuellen Browser?
Sicherheit
Neuere Browser schützen besser vor Viren, Betrug, Datendiebstahl und anderen Bedrohungen Ihrer Privatsphäre und Sicherheit. Aktuelle Browser schließen Sicherheitslücken, durch die Angreifer in Ihren Computer gelangen können.
Neue Technologien
Die auf modernen Webseiten eingesetzten Techniken werden durch aktuelle Browser besser unterstützt. So erhöht sich die Funktionalität, und die Darstellung wird verbessert. Mit neuen Funktionen und Erweiterungen werden Sie schneller und einfacher im Internet surfen können.