Mit einem festlichen Essen in der Business-Loge des Weser-Stadions fand die Veranstaltung „Drei Religionen – eine Welt!“ im Rahmen der Bremer Integrationswoche gestern Abend einen feierlichen...
Mit einem festlichen Essen in der Business-Loge des Weser-Stadions fand die Veranstaltung „Drei Religionen – eine Welt!“ im Rahmen der Bremer Integrationswoche gestern Abend einen feierlichen...
Mit einem festlichen Essen in der Business-Loge des Weser-Stadions fand die Veranstaltung „Drei Religionen – eine Welt!“ im Rahmen der Bremer Integrationswoche gestern Abend einen feierlichen Abschluss. Dr. Hubertus Hess-Grunewald, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender bei Werder Bremen, begrüßte 75 Teilnehmer muslimischen, jüdischen und christlichen Glaubens. Ziel des Abends war die Herausstellung von Gemeinsamkeiten zwischen den verschiedenen Kulturen.
Bereits am Nachmittag startete die Delegation mit einer Reise durch verschiedene Bremer Gotteshäuser. Erster Anlaufpunkt war die Propsteikirche St. Johann im Bremer Schnoor, nach einem Besuch der Bremer Fatih Moschee ging es weiter zur Synagoge in der Schwachhauser Heerstraße , dem Abschluss der Rundreise durch drei Religionen. Bei allen Stationen der Reise wurde der gemeinsame Ursprung der Glaubensrichtungen deutlich, ähnliche Bräuche und Rituale konnte jeder der Teilnehmer bei den anderen Religionen erkennen.
„Die Integrations-Woche dient dem besseren Kennenlernen, das wurde mit diesem Tag eindrucksvoll erreicht,“ resümierte ein zufriedener Hubertus Hess-Grunewald. „Werder Bremen steht in der Mitte der Gesellschaft und kann mit seiner Popularität helfen zu vermitteln.“ Der Dialog ist auch wichtig, um ein deutliches Zeichen gegen rechtsextreme Gruppen zu setzen, die den Fußball benutzen, um sich eine Plattform zu schaffen. Hess-Grunewald dazu: „ Werder Bremen stellt sich allen intoleranten Menschen entschieden entgegen. Wir möchten dafür sorgen, dass das Zusammenleben verschiedener Kulturen in Bremen weiter vorangetrieben wird.“
Ähnlich abwechslungsreich wie der Nachmittag verlief auch die abendliche Mahlzeit. Nach einem norddeutschen Fischteller wurde das traditionelle jüdische Eintopfgericht "Tscholent " als Hauptgericht aufgetischt. Das türkische Gebäck " Baklava " bildete den süßen Schlusspunkt des Essens, bei dem den Gästen auch verschiedene religiöse Bräuche vermittelt wurden. In Abwesenheit des erkrankten Initiators der Veranstaltung, Klaus-Dieter Fischer, lobte Mitorganisator Önder Yurtgüven die außergewöhnliche Aktion. „Drei Religionen zu einem gemeinsamen Essen an einen Tisch zu bekommen ist einzigartig. Wir konnten es durch eine beispielhafte Zusammenarbeit möglich machen.“ Ähnlich sieht es Elvira Noa, Vorsitzende der jüdischen Gemeinde und ebenfalls für die Organisation verantwortlich: „Wir sind sehr zufrieden. Es hat allen geschmeckt und sehr viel Spaß gemacht.“
Die Bremer Integrationswoche findet vom 2.-10. November mit unterschiedlichen Angeboten in und um Bremen statt. Die Abschlussveranstaltung ist die ebenfalls von Werder Bremen mit unterstützte „Nacht der Jugend“, die am kommenden Montag von 18 bis 23 Uhr im Bremer Rathaus stattfinden wird. Die von der Stadt Bremen organisierte Veranstaltungsreihe wirbt für ein besseres Miteinander der Bremerinnen und Bremer, in dem es Gemeinsamkeiten zwischen Kulturen und Religionen betont.
von Florian Schwarz
