Aktion gegen Rassismus: 80.000 City-Cards verteilt

Geschäftsführer Klaus-Dieter Fischer mit einer der City-Cards vor dem Anti-Rassismus-Banner in der Ostkurve.
WERDER BEWEGT
Montag, 19.03.2007 / 17:14 Uhr

Die grün-weißen Fans haben Werders City-Card-Aktion gegen Rassismus sehr gut angenommen. Beim Spiel gegen Mainz 05 wurden am Sonntag 40.000 kostenlose Postkarten mit dem Motiv "Rassismus und Fußball passen nicht." verteilt. "Nicht eine davon wurde weg geworfen", zeigte sich Werders Geschäftsführer Klaus-Dieter Fischer begeistert, der selbst nach dem Spiel noch einmal durchs Stadion gegangen war, um den Erfolg der Aktion zu begutachten. Werder startete die Verteilaktion im Rahmen der "Internationalen Woche gegen Rassismus 2007" (vom 17. bis 25. März) und ergänzte damit die gleichzeitige Verteilung von noch einmal 40.000 Karten an den üblichen öffentlichen Plätzen in Bars, Restaurants und Kinos.

 

Dazu werden auch alle Werder-Partner im Rahmen der Aktion "100 Schulen – 100 Vereine" mit einem Kontingent an Karten versorgt. "Wir hoffen natürlich, dass die Karten nicht nur als Werder-Souvenir angesehen werden, sondern dass unsere Fans sie auch an Bekannte schicken, damit die Aktion weiter ins Land getragen wird", erinnerte Klaus-Dieter Fischer noch einmal an die eigentliche Bestimmung der City-Cards. "Beim Fußball kommen alle Menschen – egal ob schwarz, weiß oder gelb – zusammen", wird Fußball-Legende Pelé auf der Karte zitiert – ein Leitspruch, den es zu verbreiten lohnt.

 

 

Fans starten eigene kreative Aktionen

 

Immer weitere Verbreitung findet auch die Online-Unterschriftenaktion auf werder.de. Inzwischen haben dort bereits über 2.000 Fans ihre Stimme für Toleranz und Integration hinterlassen. Doch die grün-weißen Fans nutzen nicht nur die Werder-Angebote gern und zahlreich. Viele starten auch eigene Aktionen und entwickeln kreative Ideen. Stellvertretend dafür sind zum einen der Werder-Fan-Club von 1980 zu nennen, der eine eigene Unterschriftenliste zusammengetragen hat und in Zusammenarbeit mit dem Kinderschutzbund hin und wieder ausländischen Kindern einen Besuch im Weser-Stadion ermöglicht. Zum anderen hat sich Werder-Fan Daniel Puschert aus Berlin ans Werk gemacht und ein eigenes Motiv "Rassimus ins Abseits" kreiert. Werder Bremen dankt allen Fans für ihr Engagement und hofft, dass sich immer mehr Anhänger und Fußballfreunde an den Aktionen beteiligen oder selbst Ideen verwirklichen.

 

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