Werder-Instruktor Jan Philip Heine hat viele Eindrücke im Flüchtlingslager gewonnen, die zeigen, dass sich der Einsatz lohnt: „Wenn man die Fahrt ins Refugee Camp nach Azraq bestritten hat und bei den Sportplätzen immer mindestens 10 bis 15 Kinder am Zaun stehen sieht, dann wird einem vieles klar. Die Kinder freuen sich darauf, dass sie selbst dort spielen und was machen dürfen, weil die Langeweile einfach so groß ist. Da macht unser Auftrag Sinn, mit Sport an der Stelle anzusetzen. Die glücklichen Gesichter der Kinder an den organisierten Festen im Camp sprechen auch für sich. Das ist der Grund, warum man unbedingt hierher kommen muss und der auch das Projekt in seiner Bedeutung untermauert."
Alle FCSA-Instruktoren sind sehr beeindruckt von den großen Fortschritten, die die Young Coaches während der zwei Ausbildungsmodulen gemacht haben. Einige Young Coaches und insbesondere die Frauen haben mit einem kleinen fußballerischen Wissensstand begonnen. Durch Workshops und Übungen konnten sie aber schnell Vertrauen in ihre Fähigkeiten fassen und viel praktisches Know-How sammeln. Außerdem halten sie mit dem Zertifikat der Ausbildung eine neue Chance in den Händen. Gerade im sehr beschränkten Arbeitsumfeld des Flüchtlingslagers helfen zusätzliche Qualifikationen. So haben bereits einige der Young Coaches durch die Teilnahme am FCSA-Programm Arbeitsverträge bei verschiedenen Non-Profit-Organisationen erhalten.
„Das Programm war mehr als ausgezeichnet. Wir wurden neuen Inhalten ausgesetzt und haben viel gelernt. Wir werden dafür sorgen, all das Gelernte für die Kinder umzusetzen. Das Programm hat uns nicht nur neue Übungen gezeigt, sondern auch, wie man mit Kindern umgeht. Ich habe schon vor dem Programm Trainings für Kinder gemacht, aber nie auf diese neue Art und Weise“, ist auch Saed, einer der Young Coaches, begeistert von der Ausbildung.
Durch das Projekt in Jordanien konnten insgesamt 36 Young Coaches ausgebildet werden, die ihr Wissen ihrerseits an andere Flüchtlinge im Camp weitergeben. Insgesamt organisieren sie zusammen regelmäßig sportliche - und soziale Aktivitäten, von welchen bereits heute etwa 1.400 Kinder profitieren.