Die Ausbildungstage in Gulu waren intensiv, nicht nur wegen der brütenden Hitze, sondern auch weil das Pro-gramm sehr dicht war. Die Scort Foundation und das OHCHR (Office of the High Commissioner for Human Rights) führten die Young Coaches in die praktische Umsetzung von Kinderrechten und der Konfliktbewältigung ein, während ihnen die vier aus Deutschland angereisten Instruktoren soziale und fußballerische Fähigkeiten beibrachten. Im Mittelpunkt standen dabei nebst Koordinations- und Bewegungsspielen auch die Planung und Durchführung von sogenannten "Fun Games" und einem Fußballturnier.
Insbesondere die Organisation des Fußballturniers, für welches 6- bis 12-jährige Kinder aus Gulu ins Pece-Stadium eingeladen worden waren, stellte eine große Herausforderung für die Young Coaches dar. Nachdem die Instruktoren ihnen am Vormittag die Grundlagen dazu vermittelt hatten, machten sie sich zügig an die Eventplanung. Denn schon am Nachmittag fand das Turnier statt. Mit etwas Zeitverzögerung und anfänglicher Hektik wurde es dennoch mit Erfolg durchgeführt. "Die Kinder haben mit Freude mitgemacht, obwohl sie nach so vielen Spielen sehr müde waren. Wir konnten, glaube ich, gut umsetzen, was uns die Instruktoren vermittelt hatten. Das ist einfach toll", sagte Young Coach Teddy enthusiastisch kurz nach Abpfiff des Turniers. Ingo Goetze zeigte sich sehr zufrieden: "Was die Umsetzung betrifft, haben die Young Coaches nochmals einen riesen Schritt gemacht. Was ein bisschen gefehlt hat, ist das Zeitmanagement. Aber ein Turnier in dieser Form haben die Young Coaches zum ersten Mal durchgeführt. Zudem hatten sie 100 Kinder auf dem Platz. Das Organisieren war also schon aller Ehren wert."
Auch Björn Schierenbeck war erfreut über den Erfolg des 3. Ausbildungsmoduls. "Besonders hervorzuheben ist, wie sehr sich die Young Coaches in ihrer Rolle als Kinderfußballtrainer wohl fühlen und daraus auch ein großes Selbstvertrauen entwickelt haben. Die Gruppe ist mittlerweile sehr eng zusammengewachsen, obwohl sie aus verschiedenen Landesteilen kommen. Das ist sehr positiv, da es doch gegenüber manchen Bevölke-rungsgruppen Vorurteile gibt."
Das letzte Ausbildungsmodul der Football Club Social Alliance wird im Mai 2013 stattfinden, wozu wiederum Instruktoren von Werder und der Werkself zusammen nach Uganda reisen werden.