Football Club Social Alliance: Große Fortschritte in Uganda

Björn Schierenbeck (li. im Hintergrund) und Ingo Goetze (3. v. re.) reisten zum dritten Ausbildungsmodul nach Uganda.
WERDER BEWEGT
Montag, 07.01.2013 / 10:17 Uhr

Sie winkten, riefen und liefen klatschend neben den Minibussen her, mit welchen die Werder Instruktoren Björn Schierenbeck und Ingo Goetze zusammen mit ihren Kollegen von Bayer 04 Leverkusen und Scort auf den holprigen und staubigen Straßen von Gulu eintrafen. Die 30 jungen Frauen und Männer aus Uganda, die seit Mai zu Kinderfußballtrainern, zu sogenannten Young Coaches ausgebildet werden, begrüßten ihre europäischen Trainer mit viel Begeisterung. Ihre Vorfreude auf das 3. Ausbildungsmodul und 3,5 intensive Unterrichtstage mit den Instruktoren war klar zu spüren.

Zum dritten Mal reisten die zwei Werder Instruktoren Björn Schierenbeck und Ingo Goetze zusammen mit ihren Kollegen von Bayer 04 Leverkusen vom 8. bis 12. Dezember nach Uganda, um im Rahmen der Football Club Social Alliance junge Frauen und Männer zu Fußballübungsleitern und Vorbildern für Kinder in schwierigen Lebensumständen auszubilden. Auch dieses Mal nahmen sie unvergessliche Erinnerungen an bewegende Momente der Ausbildung mit den hochmotivierten Young Coaches mit nach Hause.

Die Ausbildung fand dieses Mal in Gulu, im Norden Ugandas statt. Die Region wurde über zwanzig Jahre lang von bewaffneten Konflikten gebeutelt, weshalb sie von der Bevölkerung teilweise bis heute gemieden wird. Wie die meisten Young Coaches reiste auch Phillip (aus der Hauptstadt Ugandas stammend) mit einer gewissen Skepsis an. "Wir hatten einen ländlichen und vielleicht gefährlichen Ort erwartet, mit wenig Infrastruktur. Aber es ist toll hier, die Leute in Gulu sind sehr warmherzig, freundlich und offen". Ingo Goetze fand, dass sich mit der Durchführung der Ausbildung in Gulu die Sichtweise der Young Coaches positiv geändert hat. „Damit haben wir klar ein Zeichen gesetzt."

Die Ausbildungstage in Gulu waren intensiv, nicht nur wegen der brütenden Hitze, sondern auch weil das Pro-gramm sehr dicht war. Die Scort Foundation und das OHCHR (Office of the High Commissioner for Human Rights) führten die Young Coaches in die praktische Umsetzung von Kinderrechten und der Konfliktbewältigung ein, während ihnen die vier aus Deutschland angereisten Instruktoren soziale und fußballerische Fähigkeiten beibrachten. Im Mittelpunkt standen dabei nebst Koordinations- und Bewegungsspielen auch die Planung und Durchführung von sogenannten "Fun Games" und einem Fußballturnier.

Insbesondere die Organisation des Fußballturniers, für welches 6- bis 12-jährige Kinder aus Gulu ins Pece-Stadium eingeladen worden waren, stellte eine große Herausforderung für die Young Coaches dar. Nachdem die Instruktoren ihnen am Vormittag die Grundlagen dazu vermittelt hatten, machten sie sich zügig an die Eventplanung. Denn schon am Nachmittag fand das Turnier statt. Mit etwas Zeitverzögerung und anfänglicher Hektik wurde es dennoch mit Erfolg durchgeführt. "Die Kinder haben mit Freude mitgemacht, obwohl sie nach so vielen Spielen sehr müde waren. Wir konnten, glaube ich, gut umsetzen, was uns die Instruktoren vermittelt hatten. Das ist einfach toll", sagte Young Coach Teddy enthusiastisch kurz nach Abpfiff des Turniers. Ingo Goetze zeigte sich sehr zufrieden: "Was die Umsetzung betrifft, haben die Young Coaches nochmals einen riesen Schritt gemacht. Was ein bisschen gefehlt hat, ist das Zeitmanagement. Aber ein Turnier in dieser Form haben die Young Coaches zum ersten Mal durchgeführt. Zudem hatten sie 100 Kinder auf dem Platz. Das Organisieren war also schon aller Ehren wert."

Auch Björn Schierenbeck war erfreut über den Erfolg des 3. Ausbildungsmoduls. "Besonders hervorzuheben ist, wie sehr sich die Young Coaches in ihrer Rolle als Kinderfußballtrainer wohl fühlen und daraus auch ein großes Selbstvertrauen entwickelt haben. Die Gruppe ist mittlerweile sehr eng zusammengewachsen, obwohl sie aus verschiedenen Landesteilen kommen. Das ist sehr positiv, da es doch gegenüber manchen Bevölke-rungsgruppen Vorurteile gibt."

Das letzte Ausbildungsmodul der Football Club Social Alliance wird im Mai 2013 stattfinden, wozu wiederum Instruktoren von Werder und der Werkself zusammen nach Uganda reisen werden.

 

 

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