Runder Tisch der Lernzentren

Anne-Kathrin Laufmann (5. v. li.), Leiterin der Abteilung Sozialmanagement bei Werder Bremen, diskutierte über die Wirkungen von Lernzentren in Fußballstadien.
WERDER BEWEGT
Dienstag, 07.06.2011 / 15:09 Uhr

"Als eines der Leuchtturmprojekte aus dem Förderbereich Integration sind die Lernzentren für die Bundesliga-Stiftung von ganz besonderer Bedeutung. Ich freue mich deshalb sehr, Sie an zwei Workshop-Tagen zu einem spannenden und regen Austausch begrüßen zu dürfen", empfing Dr. Anna-Lisa Schwarz, stellvertretende Geschäftsführerin der Bundesliga-Stiftung, gemeinsam mit Melanie Schuster von der Robert Bosch Stiftung die rund 40 Teilnehmer.

Die Bundesliga-Stiftung lud zusammen mit der Robert Bosch Stiftung Ende Mai zum zweiten Runden Tisch der Lernzentren nach Berlin ein. Zum Thema "Fußball und gesellschaftliche Verantwortung - politische Bildung im Lernort Stadion stärken" trafen sich Vertreter der Lernzentren und der Bundesliga-Clubs sowie weitere an der Öffnung eines Zentrums Interessierte bei der Tagung.

Unter der wissenschaftlichen Begleitung von Eva Feldmann-Wojtachnia von der CAP Forschungsgruppe Jugend & Europa wurden in verschiedenen Workshops Praxisansätze aus der ersten Projektphase der Lernzentren vorgestellt und gemeinsame weitere Ziele erarbeitet. Darüber hinaus stand eine Exkursion zum "Fanprojekt Lernzentrum@Hertha BSC" auf der Agenda. Bei der Abschlussveranstaltung zu dem Thema "Fußball und gesellschaftliche Verantwortung - welcher Input kann von den unterschiedlichen Akteuren eingebracht werden?" diskutierten am letzten Tagungstag Vertreter der Sportjugend im Landessportbund Berlin, Ingo Schiller, Geschäftsführer von Hertha BSC Berlin, Anne-Kathrin Laufmann, Leiterin Sozialmanagement beim SV Werder Bremen, und der Sportjournalist Ronny Blaschke über Herausforderungen und Wirkungen von Lernzentren, die weit über das Stadionumfeld hinausgehen.

Ziele des zweiten Runden Tisches der Lernzentren waren vor allem die Stärkung des Netzwerkgedankens und die Entwicklung neuer Lösungsansätze. Daneben bot die Veranstaltung auch die Möglichkeit zum umfassenden Erfahrungsaustausch und die Weiterentwicklung des gesamten Konzeptes "Lernzentrum".

In Kooperation mit der Robert Bosch Stiftung entstand das Bundesliga-Stiftungs-Projekt "Lernort Stadion", bei dem in Zusammenarbeit mit diversen Bundesliga-Vereinen außerschulische Jugend- und Bildungsarbeit im Umfeld der Fußballclubs angeboten wird. Das Lernzentrum bietet bildungs- und politikfernen Jugendlichen u. a. Anti-Aggressions-, Kommunikations- und Persönlichkeitstrainings sowie Workshops zur Berufsorientierung. Die Lernzentren gehen auf eine Idee aus England zurück, wo Fußballclubs bereits seit den 90er-Jahren ihre Räumlichkeiten für Bildungsangebote zur Verfügung stellen. 2006 wurde das Konzept vom Fanprojekt Dortmund erstmals in Deutschland übernommen. Die Robert Bosch Stiftung griff diese Idee 2009 auf und unterstützte den Aufbau weiterer Lernzentren. 2010 ist die Bundesliga-Stiftung als weiterer Kooperationspartner eingestiegen. Lernzentren dieser Art bestehen bisher in den Stadien von Borussia Dortmund, SV Werder Bremen, VfL Bochum, Hertha BSC Berlin, DSC Arminia Bielefeld und Dynamo Dresden.

 

 

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