Ailton hätte die Kölner Harmlosigkeit vor dem Werder-Tor im Alleingang bestrafen können. Fünf Minuten vor dem Abpfiff tauchte der Brasilianer mit der größten Chance auf das Goldene Tor des Tages vor dem Gastgeber-Gehäuse auf. Doch das Urteil des Brasilianer fiel gnädig aus. Ailton schoss vorbei und belohnte damit nicht die Taktik der Bremer, die sich in Unterzahl hervorragend verkauften. Zwar rannten die Gastgeber meist auf das Werder-Tor an, doch die Bremer blieben bis zur letzten Minute gefährlich und ließen damit überfallartigen Kontern dem Publikum den Atem stocken. Auch Torhüter Frank Rost beobachtete die größte Chance des Bremer Goalgetters: "Das war eine Riesending, solche Gelegenheiten lässt sich Toni normalerweise nicht entgehen und verwandelt sie eiskalt." Nachdem feststand, dass der SV Werder nur ein Punkt vom Rhein mitnimmt, sagte Rost: "Es ist besser als zu verlieren. Wir dürfen uns nicht ärgern über Dinge, die wir nicht mehr ändern können. In der nächsten Woche kommt der HSV, dann werden wir die Fronten klären, wer die Nummer eins im Norden ist."