Zur täglichen Arbeit eines Bundesligatrainers und –managers gehört natürlich auch der Umgang mit der Presse. Thomas Schaaf und Klaus Allofs gehören in dieser Beziehung zu der Spezies "allzeit bereit".
Zur täglichen Arbeit eines Bundesligatrainers und –managers gehört natürlich auch der Umgang mit der Presse. Thomas Schaaf und Klaus Allofs gehören in dieser Beziehung zu der Spezies "allzeit bereit".
Zur Trainingslager-Delegation der Werderaner gehört neben Mannschaft, Trainer- und Betreuerstab auch Mediendirektor Tino Polster, der in den kommenden Tagen für werder.de aus dem Trainingslager berichten wird. Regelmäßig wird er nicht nur über die aktuellen Neuigkeiten aus Schruns berichten, sondern auch wie in den vergangenen Jahren das Trainingslager-Tagebuch schreiben. Mit seinen Anekdoten, Anmerkungen und Randgeschichten bietet er allen Fans einen einzigartigen Einblick in die grün-weiße Welt.
Sonntag, 23.07.2006, 16.40 Uhr, Mannschaftshotel
Zur täglichen Arbeit eines Bundesligatrainers und –managers gehört natürlich auch der Umgang mit der Presse. Thomas Schaaf und Klaus Allofs gehören in dieser Beziehung zu der Spezies "allzeit bereit". Das gilt für unseren Sportdirektor während des Trainingslagers noch ein bisschen mehr. Denn er muss im Gegensatz zum Trainer auch keine Einheiten leiten, vor- und nachbereiten. Als wenn das nicht genug wäre, sieht man Thomas Schaaf selbst dann früh morgens auf der Laufstrecke, wenn die Spieler ausschlafen können, so wie heute. Es bleibt also wirklich herzlich wenig Zeit für Privatssphäre. Da muss man schon das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden.
Um dabei mitzuhelfen für einen TV-Beitrag ein paar andere Aufnahmen zu bekommen, als immer nur den Trainingsplatz, fuhren Thomas Schaaf, Klaus Allofs und ein Kamerateam mit der Kabinenbahn auf das Hochjoch, Mittagsjause eingeschlossen. Den Beitrag gibt es in der kommenden Woche bei Radio Bremen zu sehen. Die Vertreter von Hörfunk und Print hatten derweil im Montafoner Stüberl des "Löwen-Hotel" Gelegenheit zu einem ausführlichen Gespräch mit Petri Pasanen.
Unser Finne spricht mittlerweile klasse deutsch und hat einen wunderbar trockenen Humor. Natürlich wurde er auf den möglichen Zugang von Per Mertesacker angesprochen. "Der ist auch nur ein Mensch", war die Antwort. Petri fühlt sich fit, hat sich gefreut, dass es über 90 Minuten gegen Ankaragücü so gut gelaufen ist und wies die von den Journalisten ins Spiel gebrachte Möglichkeit, eventuell zu wechseln, wenn Mertesacker käme, absolut überzeugend zurück. Werder ist eben eine attraktive, weil viel versprechende sportliche Heimat geworden, selbst wenn man eines Stammplatzes nicht sicher ist, wie Petri.
Bevor Klaus Allofs mittags der Berg rief, hatte er auf Nachfrage noch einmal der Presse mitgeteilt, dass es im "Fall Mertesacker" definitiv nichts Neues gibt. Dabei stellte er klar, dass die aktuelle Rechtsunsicherheit mit Hauptsponsor "Betandwin" im Gegensatz zur Berichterstattung in einer großen Sonntagszeitung bei den Transferbemühungen um den 96-Verteidiger keinerlei Rolle spielt. Und er betonte erneut, dass Frank Fahrenhorst nicht Bestandteil des Angebots an die Niedersachsen ist.
Im Trainingsbetrieb herrscht derweil gute Laune. Gestern bekam Ivan Klanic von seinem Kumpel Jurica Vranjes nach der Einheit eine Eiswasserdusche verpasst. "Die ärgern mich immer, weil ich zu gut bin", klärte Ivan verschmitzt auf und hatte sogar Recht. Ob als Flankengeber oder Vollstrecker, er half seinem Team zum Sieg beim Parallel-Wettkampf "Torabschluß nach Freistoßflanke". Die Verlierer mussten runter in den Liegestütz und rächten sich eben auf ihre Weise.
Für einen gewaltigen Lacher in der Lobby des "Löwen-Hotel" sorgte auch Mohamed Zidan. Als gestern am späteren Abend die Zeit für den Rückzug der Spieler in ihre Zimmer gekommen war, parierte er die sanfte Aufforderung der Trainer mit Engelsmiene und bestem deutsch so: "Warum? Ist doch Wochenende!"
