Nach der 1:2-Niederlage in Cottbus war man sich auf Seiten der Bremer einig: Im Stadion der Freundschaft war für den SV Werder mehr drin. Torsten Frings machte deutlich: "Wir waren die bessere Mannschaft, haben aber zwei Fehler gemacht. Von den Cottbusern kam nichts." Dennoch gingen die Werderaner selbstkritisch mit ihrer Leistung um. Frings: "Wir müssen uns vorwerfen, dass wir hier viel zu ängstlich aufgetreten sind." Mittelfeldkollege Krisztian Lisztes sah es genauso: "Die Gegentreffer waren zwei Glückstore der Cottbuser. Wir haben zwei Mal nicht aufgepasst. Insgesamt waren wir einfach nicht clever genug." Vor allem im Offensiv-Spiel machte der Ungar Werder-Schwächen in Cottbus aus: "Wir müssen daran arbeiten, noch besser nach vorn zu spielen. Wir hatten unsere Chancen, müssen sie aber besser nutzen." Gesprächsbedarf im gesamten Team sieht nach der Leistung in Cottbus vor allem Cheftrainer Thomas Schaaf: "Das hat heute nicht gereicht. Wir werden deutlich darüber reden müssen."
Über seinen Lattenkracher in der 73. Minute sagte Krisztian Lisztes anschließend: "Ich habe mich nur darauf konzentriert, den Ball optimal zu treffen. Danach habe ich nur noch zum Linienrichter geschaut, weil mir die Sicht versperrt war. Leider hat er kein Tor angezeigt." An den Leistungen von Schiedsrichter Dr. Markus Merk lag es aber nicht, dass der SV Werder mit einer Niederlage ins Jahr 2002 startete. Chefcoach Schaaf lobte die Leistung des Unparteiischen ausdrücklich. "Ein Lob an ihn. Er hat in allen Situationen die Partie souverän geleitet und lag meistens richtig."
Nationalspieler Frings blickte trotz seiner Enttäuschung bereits auf die nächste Aufgabe am kommenden Samstag und warnte: "Meisterschaft und Champions League müssen aus unseren Köpfen verschwinden. Wir dürfen nur noch an das Spiel gegen den VfB Stuttgart denken."