Die Kroaten haben das Duell gegen die Brasilianer gewonnen. Bis zur letzten Minute haben sie alles gegeben, gehofft, gezittert und vor allem lauthals geschrien und gesungen.
Die Kroaten haben das Duell gegen die Brasilianer gewonnen. Bis zur letzten Minute haben sie alles gegeben, gehofft, gezittert und vor allem lauthals geschrien und gesungen.
Die Kroaten haben das Duell gegen die Brasilianer gewonnen. Bis zur letzten Minute haben sie alles gegeben, gehofft, gezittert und vor allem lauthals geschrien und gesungen. Während die kroatische Nationalmannschaft auf dem Spielfeld unglücklich 0:1 verlor, zeigten die rot-weiß-kariert gekleideten Anhänger, die unter den 72.000 Zuschauern der Vorrunden-Begegnung am Dienstagabend in Überzahl agierten, was von ihnen bei dieser WM zur erwarten ist: Die volle Unterstützung für Klasnic, Vranjes & Co.
"Ich würde sagen, dass unsere Anhänger die Brasilianer Europas sind. Für sie ist diese WM der absolute Höhepunkt. Wir wissen, dass sehr, sehr viele Fans zu dieser WM kommen. Auch wenn sie leider wie alle anderen nicht so viele Tickets bekommen haben", schwärmt Ivan Klasnic, der voller Hochachtung über das Engagement der kroatischen Anhänger spricht. "Wenn man bedenkt, wie viel ein Durchschnittsverdiener in Kroatien bekommt, und wenn man dann sieht, wie viele dieses Geld dafür nutzen, um uns hier zu unterstützen. Das ist Wahnsinn! Wenn man in Deutschland 1.200 Euro netto verdient, dann verdient man in Kroatien vielleicht 400 Euro. Davon muss oft die ganze Familie auskommen."
Doch nicht nur die reisewilligen Landsleute feuern ihr Nationalteam an. "Wir werden von ganz vielen Kroaten unterstützt, die hier in Deutschland leben", so Klasnic. Der Werder-Stürmer weiß das, weil er nach eigenen Aussagen mit den meisten von ihnen telefonieren musste. "Ich werde in Kroatien immer als Deutscher bezeichnet. Das ist nun mal mein Territorium hier. Mich haben vor der WM so viele angerufen. Ich hätte 50.000 Karten verteilen können."
Doch bei der Ticketvergabe stoßen selbst die Spieler der Kroaten an ihre Grenzen. "Keiner von uns bekommt Freikarten vom Verband. Jeder durfte pro Spiel nur wenige Tickets kaufen", schüttelt der Bremer den Kopf. Kein Wunder, dass auch viele Kroaten zu hause bleiben mussten. "Natürlich wird auch dort viel los sein. Die Strände, Bars und Kneipen werden während der Spiele voll sein", so Klasnic, der hofft, diese treuen Anhängern in den nächsten Gruppenspielen gegen Japan (Sonntag, 18.06.2006, um 18 Uhr in Nürnberg) und Australien (Donnerstag, 22.06.2006, um 21 Uhr in Stuttgart) mit sportlichen Erfolgen belohnen zu können.
