Thomas Schaaf musste am Donnerstagmorgen bei der Zeitungslektüre schon tief durchatmen, als er die Schlagzeilen über Mannschaftskapitän Frank Baumann las.
Thomas Schaaf musste am Donnerstagmorgen bei der Zeitungslektüre schon tief durchatmen, als er die Schlagzeilen über Mannschaftskapitän Frank Baumann las.
Thomas Schaaf musste am Donnerstagmorgen bei der Zeitungslektüre schon tief durchatmen, als er die Schlagzeilen über Mannschaftskapitän Frank Baumann las. "Bei einigen Beiträgen musste ich mich schon sehr beherrschen", verriet der Bremer Coach, der die Chance nutzte seinem Kapitän trotz Eigentor in Mönchengladbach demonstrativ den Rücken zu stärken.
"Sicher kann er stärker spielen, als er es in einigen Partien gezeigt hat, aber die Kritik, die gerade auf ihn einprasselt, ist in dem Maß einfach nicht gerechtfertigt", so Schaaf, der die wichtige Rolle des 29-Jährigen hervorhob. "Sein Spiel wirkt nicht so spektakulär, aber die Art und Weise wie er seine Aufgaben erfüllt, ist sehr wertvoll für eine Mannschaft. Oft ermöglicht er erst unser Offensivspiel. Sein Beitrag wird unterbewertet."
Als Freifahrtschein will Thomas Schaaf seine Worte jedoch nicht verstanden wissen. "Frank spielt hier nicht, weil er eine Binde am Arm trägt. Er unterliegt genau der gleichen sachlichen Kritik wie jeder andere Spieler auch. Wir sind eben der Meinung, dass er in dieser Saison schon ansprechende Leistungen gezeigt hat, so zum Beispiel erst am vergangenen Samstag gegen Borussia Dortmund."
Mannschaftskapitän Frank Baumann reagierte unterdessen gelassen auf die herbe Berichterstattung. Am Nachmittag sagte er nach dem Training: "Dafür bin ich schon zu lange im Geschäft, als dass mich diese Schlagzeilen beeindrucken würden. Ich habe schon ganz andere Situationen überstanden. Keiner muss sich wegen mir Gedanken machen. Ich werde wie bisher im Training hart arbeiten."
Doch nicht nur Frank Baumann wird von Cheftrainer Thomas Schaaf unterstützt, das ganze Team schloss der Coach in seinen Aussagen ein. "Beim Blick auf die Tabelle muss ich mich doch schon wundern, wie negativ plötzlich alles dargestellt wird. Wir haben in dieser Saison nur eine schlechte Halbzeit gespielt, und das war in Gladbach. Aber wir sind immer noch vorn dabei, haben mit 17 Treffern die meisten der Liga erzielt." Schaaf weiter: "Die Mannschaft geht sehr selbstkritisch mit der Leistung am Dienstag um. Sie weiß genau, was sie falsch gemacht hat, aber sie weiß auch, welche Stärke sie besitzt. Dieses Team hat mein vollstes Vertrauen."
