Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel bei Arminia Bielefeld präsentierte Cheftrainer Thomas Schaaf folgende Gleichung: "In den nächsten Tagen bekommen wir zwei Spieler wieder, mit dem heutigen Spiel fallen aber wieder zwei Profis aus." Der Trainer sprach über den Kader für die kommenden Bundesliga-Partien. Die Platzverweise für Ernst (gelb-rote Karte) und Tjikuzu (rote Karte) brachten den Coach ins Grübeln, obwohl ihm in der kommenden Woche Mladen Krstajic und wenig später Frank Baumann wieder zur Verfügung stehen werden. "Wie wir auf diese Situation reagieren werden, müssen wir erst sehen", so Schaaf nachdenklich.
Gegen die Platzverweise protestierten die Werder-Funktionäre jedoch nicht. "Die Entscheidungen selbst waren okay, sie kann man geben", sagte Sportdirektor Klaus Allofs, räumte jedoch ein: "Man muss aber auch sagen, dass der Schieri die ersten gelben Karten sehr früh gezeigt hat. Auf der anderen Seite passierte dagegen wenig, obwohl Ailton fast bei jeder Aktion am Trikot gezogen wurde." Doch Werders Vorstandsmitglied suchte keineswegs nach Ausreden. Im Gegenteil, die Gründe sah er in der Unerfahrenheit des Werder-Teams: "Sicher war es lobenswert, wie engagiert wir dem Rückstand hinterhergelaufen sind, auch noch nach dem zweiten Treffer. Doch dieses totale Risiko bis in die letzte Spielaktion hätte nicht sein müssen. Aber daraus werden alle lernen."