In der vergangenen Saison haben dem SV Werder nur wenige den UEFA-Cup zugetraut, doch die Hanseaten haben es allen gezeigt. Dieses Jahr scheint das Projekt "Qualifikation für den internationalen Wettbewerb" noch schwieriger, doch Thomas Schaaf zeigte sich am Donnerstag kämpferisch: "Wir wissen, das wird ein ganz schwerer Gang in dieser Saison. Aber wir wollen mutig sein und sagen: 'Ja, wir wollen um die entsprechenden Tabellenplätze mitstreiten!'"
Viel erwartet der Cheftrainer von seiner jungen Mannschaft auch im DFB-Pokal. "Dort ist es unsere Zielsetzung, besser abzuschneiden als im vergangenen Jahr." Deshalb forderte Schaaf gleich volle Konzentration beim ersten Gegner in Eisenhüttenstadt. "Die vermeintlich kleinen Gegner sind im Pokal schwere Brocken, auf die man sich richtig einstellen muss."
Einstellen auf richtige Fußballfeste können sich die Werder-Fans im UEFA-Cup, wenn der Werder-Trainer seine Vorstellungen verwirklichen kann. "Mit unseren internationalen Spielen wollen wir ein Highlight für die ganze Region setzen. Der UEFA-Pokal ist etwas ganz Besonderes und so wollen wir auch auftreten. Die Termine sollen auch für alle Leute aus der Region etwas ganz Besonderes sein", warb der Trainer schon vor der Saison um große Unterstützung für seine junge Mannschaft.
Ein Ziel abseits von Tabelle und Punkten ist für den SV Werder auch dieses Jahr wieder die Förderung künftiger Fußball-Idole: "Ich bin auch in dieser Saison davon überzeugt, dass es wieder Spieler geben wird, die einen ganz großen Schritt nach vorn machen werden", sagte Schaaf. In den vergangenen Jahren ist ihm dieses mit Spielern wie z. B. Claudio Pizarro oder Torsten Frings gelungen. Auch dieses Jahr hält er den Sprung einiger Werder-Talente in die Nationalmannschaft für machbar: "Die Entwicklung werden wir nicht nur im Weser-Stadion verfolgen können, sondern sie wird sich auch in Berufungen niederschlagen. Da bin ich mir ganz sicher" so Schaaf, dem die Vorfreude auf die anstehenden Aufgaben anzumerken war.