Der Gegner der Bundesliga-Profis des SV Werder in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals, der Eisenhüttenstädter FC Stahl, ist für die Bremer nur auf den ersten Blick ein unbeschriebenes Blatt. Wer in der Chronik beider Vereine 11 Jahre zurückblättert, wird auf das DFB-Supercupspiel 1991 stoßen, dass die Norddeutschen damals nur knapp mit 1:0 durch ein Tor von Wynton Rufer in der 89. Minute gewannen.
Damals traten die Eisenhüttenstädter als nahezu gleichwertiger Gegner den Bremern gegenüber. Der Verein befand sich in den erfolgreichsten Jahren seiner Historie. 1991 gelang den Eisenhüttenstädtern der Einzug ins FDGB-Pokal-Finale und damit die Qualifikation für den DFB-Supercup und den Europapokalwettbewerb der Pokalsieger, aus dem sie nach zwei Niederlagen gegen Galatasaray Istanbul (1:2, 0:3) ausschieden.
Elf Jahre später steht das erneute Aufeinandertreffen unter ganz anderen Vorzeichen. Der Bundesligist SV Werder Bremen ist der große Favorit beim Vergleich mit dem 11. der Oberliga der Saison 2001/2002. Als Erfolge der vergangenen Jahre stehen bei den Ostdeutschen die Teilnahmen am DFB-Pokal 1992, 1993, 1996 und 2002 zu Buche.
Für das Spiel gegen den SV Werder qualifizierte sich das Team mit dem Gewinn des brandenburgischen Pokals durch einen 2:1-Finalsieg gegen den Frankfurter FC Viktoria am 1. Mai 2002. Die gefeierten Torschützen hießen Leppin und Kneipke.
Auch im DFB-Pokal konnten die Brandenburger, die auf die Sympathie ihres Ehrenmitglieds, des ehemaligen Brandenburger Ministerpräsidenten Manfred Stolpe, bauen können, bereits einige Erfahrungen sammeln. In den 90er Jahren bestritten sie vier Spiele: Gegen den Wuppertaler SV (6:5 n.E.), Rot Weiß-Essen (2:3), SpVgg Unterhaching (0:2) und Hertha BSC Berlin (0:4).
Im Stadion an der Waldstraße werden sie nun erneut versuchen, dem Favoriten ein Bein zu stellen.