Manuel Friedrich fällt mit einem Kreuzbandriss im rechten Knie voraussichtlich vier bis sechs Monate aus. Dieses Ergebnis erbrachte die Kernspintomographie, der sich der Bremer Neuzugang am Samstagabend in Bremen unterzog. Damit wurde die im Trainingslager erstellte Diagnose bestätigt.
Werders Sportdirektor Klaus Allofs, der Friedrich am Samstag von Norderney nach Bremen begleitete, sagte nach den näheren Untersuchungen: „Wir hatten gehofft, dass es nicht so ist. Jetzt gilt es, Manuel mit allen Mitteln zu unterstützen, dass er so schnell wie möglich wieder fit wird und seine hochgesteckten Ziele erreichen kann.“
Der Neu-Werderaner, der am 1. Juli 2002 von Mainz 05 an die Weser gewechselt war, hatte sich im ersten Testspiel der Saison gegen den TuS Norderney am Freitagabend nach nur wenigen Minuten ohne Einwirkung des Gegners verletzt. Kurz zuvor gelang ihm das erste Tor der Saison. „Das war von der Dramaturgie eine der bittersten Szenen, die ich erlebt habe“, sagte Allofs über die Situation, „vor allem weil Manuel in den ersten Tagen bei uns alles das unter Beweis gestellt hat, was wir uns von ihm erhofft hatten.“ Doch der Sportdirektor machte Friedrich auch Mut: „Mit der Art, wie wir ihn in den ersten Tagen erlebt haben, mit seinem Ehrgeiz und Charakter, bin ich mir sicher, dass er die schwierige Phase schnell überwinden wird.“
Friedrich selbst hatte bereits am Samstag gesagt: „Es ist keine Katastrophe. Wenn mir das nicht passiert wäre, hätte ich mir fünf Minuten später vielleicht eine viel schlimmere Verletzung eingehandelt. Es sollte wohl so kommen. Es ist meine erste schwere Verletzung. Damit muss ich jetzt meine Erfahrungen sammeln.“