Die erste Nacht verbrachte Manuel Friedrich nach seiner schweren Knieverletzung im Krankenhaus. Am Samstag wurde der Abwehrspieler schon wieder im Kreise der Mannschaft begrüßt. Der Ex-Mainzer nahm mit Gips und Krücken am gemeinsamen Mittagessen im Golf-Hotel Norderney teil. Im Anschluss daran wurde er von Sportdirektor Klaus Allofs nach Bremen gefahren, wo weitere Untersuchungen vorgenommen werden. „Am Montag wissen wir dann genau Bescheid“, so Allofs.
Unterdessen beschrieb Friedrich erstmals den Unglücksmoment im Spiel gegen den TuS Norderney: „Es kam ein langer Ball im Mittelfeld, den ich mit dem rechten Fuß spielen wollte. Während der Flugphase wurde jedoch klar, dass der Ball früher als erwatet auf den Boden kommt. Bei der anschließenden Bewegung zum Ball bin ich dann mit der Fußspitze im Rasen hängen geblieben und habe einen starken Schmerz gespürt.“ Die ersten Sekunden nach dieser Szene beschrieb der Verteidiger so: „Ich dachte gleich: Sch..., alles kaputt. Jetzt habe ich aber schon wieder Hoffnung, dass es nicht ganz so schlimm ist. Nach der genauen Diagnose werde ich mir dann meine Gedanken machen.“ Als Katastrophe stuft Friedrich seinen Sportunfall jedoch nicht ein. Bei einem Termin mit Medienvertretern gab er sich am Samstag kämpferisch: „Es gibt doch Schlimmeres. Eine Katastrophe wäre für mich, wenn ich mit dem Fußball aufhören müsste. Aber diese Verletzung sollte wohl passieren. Ich hatte in meiner Karriere noch keine große Verletzung. Diese Erfahrungen muss jeder sammeln.“