Norderney wird grün-weiß. Bewohner der Ferieninsel haben den Trainingslager-Aufenthalt der Werder-Profis am Mittwochabend genutzt, um einen neuen Fanclub zu gründen. Der Bundesligaverein ließ sich dieses Ereignis nicht entgehen und schickte eine hochkarätige Delegation zur Gründungsveranstaltung des "Werder-Fanclub Norderney" in die Gaststätte "Um Süd". Vorstandsvorsitzender Jürgen L. Born, Sportdirektor Klaus Allofs und Mediendirektor Tino Polster begrüßten die begeisterten Inselbewohner in der Werder-Familie. Vor den 21 Gründungsmitgliedern beantwortete das Trio Fragen zum Verein. Fan-Beauftragter Dieter Zeiffer, der bei den Formalitäten behilflich war, resümierte: "So einen prominenten Besuch hat noch kein Fanclub auf seiner ersten Sitzung begrüßen können. Das ist schon etwas Besonderes." Sportdirektor Klaus Allofs machte dann auch keinen Hehl daraus, wie wohl sich alle Mitglieder des Werder-Teams auf der Insel fühlen: "Es war längst überfällig, dass wir hier einmal Station machen. Schon nach den ersten Tagen lässt sich sagen, dass wir hier eine zweite Heimstatt gefunden haben. Die Gastfreundschaft ist einmalig. Es gibt bei uns ernsthafte Überlegungen, dieses Trainingslager auf Norderney zu einer regelmäßigen Einrichtung werden zu lassen."
Beim "Werder-Fanclub Norderney" kamen solche Ankündigungen natürlich gut an. Der junge Verein rechnet noch in diesem Jahr mit einem Wachstum auf 50 Mitglieder. Welches Fan-Potenzial auf der Insel vorhanden ist, merkt die Werder-Mannschaft bei ihren täglichen Trainingseinheiten. Mediendirektor Tino Polster: "Seit unserer Ankunft am Dienstag stehen jedes Mal mehr Beobachter am Spielfeldrand. Unser Aufenthalt hat sich sehr schnell herumgesprochen."
Die Anhänger auf der ostfriesischen Insel gehören zum treuen Stadionpublikum des SV Werder. Fan-Beauftragter Dieter Zeiffer erklärt: "Sie sind regelmäßig da. Dass sie nicht alle Spiele im Weser-Stadion sehen können, liegt zum Teil auch an den Sonntagsspielen. Eine Rückkehr nach Hause ist dann oft ausgeschlossen, weil der Fährverkehr nach den Spielen zumeist schon eingestellt ist."