Für drei Werder-Profis erfüllt sich am Sonntag ein Traum: Sie stehen mit der deutschen Nationalelf im WM-Finale. Bereits zum siebten Mal hat sich eine DFB-Auswahl bis ins Endspiel gekämpft. Während Frank Baumann, Marco Bode und Torsten Frings noch dem großen Moment entgegenfiebern, lässt Werders Sportdirektor Klaus Allofs nach 16 Jahren seinen Finalauftritt 1986 Revue passieren. Bei der WM in Mexiko traf das deutsche Team auf Argentinien. "Trotz der 2:3-Niederlage denke ich gerne an diesen Tag zurück, denn es war natürlich einer der Höhepunkte meiner Karriere", erinnert sich Allofs, der die momentane Stimmung der drei Werderaner gut nachempfinden kann: "Während des Turniers kann man noch gar nicht realisieren, welche Bedeutung solch ein WM-Finale hat", erklärte der 45-Jährige. "Dieses Spiel verändert völlig den weiteren Werdegang der Spieler. Das internationale Ansehen steigt enorm." Der Werder-Sportdirektor spricht aus Erfahrung, denn das WM-Finale 1986 habe ihm ermöglicht, einige Zeit später ins Ausland zu wechseln, so Allofs.
Auch Werder-Urgestein Horst-Dieter Höttges kennt die Atmosphäre eines WM-Endspiels. Beim legendären 2:4 gegen England 1966 im Londoner Wembley-Stadion musste auch Höttges mit ansehen, wie der deutschen Mannschaft nach dem sogenannten Wembley-Tor in der Verlängerung nur der Titel des Vize-Weltmeisters blieb.




