„Hakenkreuz und rundes Leder“: Vorstellung im WUSEUM

Klaus-Dieter Fischer begrüßte die Gäste zur Buchvorstellung im WUSEUM.
WERDER Fußballschule
Montag, 29.09.2008 / 15:10 Uhr

Das WUSEUM war am Montag Kulisse für die Präsentation des Buches „Hakenkreuz und rundes Leder – Fußball im Nationalsozialismus“. Willi Lemke, Sonderberater des UN-Generalsekretärs für...

Das WUSEUM war am Montag Kulisse für die Präsentation des Buches „Hakenkreuz und rundes Leder – Fußball im Nationalsozialismus“. Willi Lemke, Sonderberater des UN-Generalsekretärs für Sport im Dienste von Frieden und Entwicklung sowie Aufsichtratsvorsitzender der Werder Bremen GmbH & Co KG aA, unterstrich als Laudator die Bedeutung des Werkes für die Aufarbeitung der deutschen Fußball-Geschichte. Über den Inhalt des Buches und die Intention ihrer Arbeit informierten die Herausgeber Lorenz Peiffer und Dietrich Schulze-Marmeling.

 

In seiner Funktion als Gastgeber begrüßte Klaus-Dieter Fischer, Geschäftsführer der Werder Bremen GmbH & Co KG aA und Präsident des SV "Werder" von 1899 e.V., etwa 25 geladene Gäste im Weser-Stadion. Dabei erläuterte Fischer, warum das Thema des Buches gut in die Konzeption des WUSEUMS passt: „Die Aufarbeitung der Geschichte macht nur Sinn, wenn man daraus für die Zukunft lernt. Bei Werder Bremen haben wir es uns daher zur Aufgabe gemacht, aktiv gegen Diskriminierung vorzugehen. Die Ausstellung Kicker, Kämpfer und Legenden, die ein fester Bestandteil des WUSEUMS ist, trägt beispielsweise zu der Aufarbeitung der Werder-Geschichte bei.“

 

Laudator Willi Lemke lobte nicht nur die analytische Vorgehensweise des Buches: „Die Autoren setzen mit diesem Werk eine fast zehnjährige Tradition fort, die Geschichte des deutschen Fußballs zur Zeit des Nationalsozialismus zu durchleuchten und aufzubereiten. In den 46 Beiträgen spielt auch die jüngere Geschichte eine entscheidende Rolle, die praktizierte Verdrängung in der Nachkriegszeit wird hier mit aufgearbeitet.“ Eine Verbindung konnte Willi Lemke auch mit seinen Ämtern herstellen: „Zunächst einmal bin ich glücklich und stolz, Aufsichtsratsvorsitzender eines Vereins zu sein, der mit seiner Geschäftsführung gegen heutige rechte Tendenzen vorgeht. Fußball kann aber auch die Völker verbinden, deshalb ist die Bekämpfung faschistischer Ideologien Aufgabe der Vereinten Nationen.“

 

Die beiden Herausgeber Lorenz Peiffer und Dietrich Schulze-Marmeling erklärten zum Abschluss Einzelheiten ihres Buches. Auf über 600 Seiten stellen die Autoren auch unangenehme Fragen, um die Zeit des Nazi-Regimes und dessen Folgen im deutschen Fußball aufzuklären. Mit ihrem Werk wird der eingeschlagene Weg der Aufklärung weiter fortgesetzt.

 

von Florian Schwarz

 

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